Immer besser und effizienter in Fahrt

Der 3:1-Erfolg am Dienstagabend in Rapperswil-Jona war der vierte Sieg des HCD in den letzten fünf Meisterschaftspartien. Zum fünften Mal in Folge liess sich Luca Hischier mindestens einen Skorerpunkt gutschreiben. Der 24-jährige Walliser trumpft bei Davos immer stärker auf – nicht von ungefähr.

„Es ist gut, dass wir jetzt drei Mal hintereinander gewinnen konnten“, sagt Luca Hischier währschaftem Oberwalliser Dialekt. Der 24-jährige Flügelstürmer trug seinen redlichen Teil dazu bei. Beim 4:3-Sieg in Bern lancierte er via Inti Pesoni jenen Angriff, den Magnus Nygren zum wichtigen 3:1 abschloss. Am letzten Samstag verwertete Hischier in den Verlängerung einen Pass von Dario Meyer zum 5:4-Siegtreffer. Und am Dienstagabend erkämpfte er sich gegen die Rapperswil-Jona Lakers jenen Puck, den darauf Pestoni zur 2:1-Führung nutzte.

Der ganzen Davoser Mannschaft laufe es jetzt besser; er profitiere auch davon, sagt der Stürmer bescheiden. Dass Hischier aufgrund verschiedener Verletzungen 14 Meisterschaftsspiele verpasste, erwähnt er nicht. Entschuldigungen oder gar Ausreden sind nicht sein Ding. „Ich versuche immer, mein Bestes zu geben“, ist für ihn selbstverständlich. Aber dennoch: Hischier fehlte ab dem 25. November bis kurz vor Weihnachten während fast eines Monats und dann ab 2. Januar bis 8. Februar gar noch länger. Dann gesteht er doch: „Es ist schon besser, wenn du einen guten Spielrhythmus hast; jetzt habe ich einen besseren Rhythmus.“

Ein kräftiger Flügelstürmer

Hischier fällt in jüngster Zeit nicht nur mit seinen Skorerpunkten auf. Der 1,85 Meter grosse und 89 Kilogramm schwere Stürmer markiert Präsenz. Er gräbt Pucks aus und gewinnt Zweikämpfe. Typisch dafür war am Dienstagabend gegen die Rapperswil-Jona Lakers die Szene, die zum zweiten Davoser Treffer führte: Hischier luchste Andri Spiller den Puck ab. Pestoni übernahm die Scheibe sofort und traf. Doch wie sah der Walliser die Szene? „Ich würde nicht sagen, dass meine Aktion entscheidend war. Es war ein schöner Schuss von Pestoni“, so Hischier. Die Partie gegen die Lakers analysiert er insgesamt als Davoser Steigerungslauf. „Wir spielten im ersten Drittel nicht so gut. Nachher kämpften wir uns ins Spiel. Wir erzeugten im Angriff mehr Druck, setzten mehr Akzente und sicherten uns so die drei Punkte.“

Hischier hatte nach acht Jahren beim SC Bern – zunächst bei den Elite-Junioren, danach im Fanionteam – primär wegen Arno Del Curto zum HCD gewechselt. Dessen Rücktritt Ende November wurde für ihn aber nicht zum Problem. „Einen Trainerwechsel kann man im Eishockey nie ausschliessen“, so der Walliser. Den Aufwärtstrend des HCD in den letzten Wochen führt Hischier neben dem harten Training auch darauf zurück, „dass uns Harijs Witolinsch im taktischen Bereich weitergebracht hat. Jetzt trägt es langsam Früchte.“

Zuhause gegen Lugano und Biel

Obwohl der HCD praktisch fürs Playout gegen die Rapperswil-Jona Lakers gesetzt ist, betrachtet Hischier die letzten drei Qualifikationsspiele – am Freitagabend in Ambri sowie danach zuhause gegen Lugano (am Samstag) und Biel (am Montag, jeweils um 19.45 Uhr) – sowie die folgenden sechs Partien in der Platzierungsrunde nicht als lästige Pflichtaufgaben. „Wir wollen nach wie vor jeden Match gewinnen“, betont der Flügelstürmer. „Es geht darum, dass wir uns mit Erfolgserlebnissen und starken spielerischen Auftritten ein gutes Gefühl fürs Playout holen und dass wir uns möglichst gut auf diese Serie vorbereiten.“ Die beiden letzten Heimspiele des HCD in der Qualifikation bieten eine brisante Ausgangslage. Lugano braucht im Kampf um einen Playoff-Platz noch dringend Punkte. Und Biel will sich für die Playoffs eine gute Ausgangslage mit Heimrecht in den Viertelfinals erkämpfen.