Jetzt müssen wir den Killerinstinkt zeigen

Die Ausgangslage vor dem vierten Playoff-Viertelfinalspiel vom Samstagabend (Spielbeginn 20.15 Uhr) ist klar: Gewinnt der HC Davos in der Vaillant Arena erneut gegen Lausanne, qualifiziert er sich für die Halbfinals. Andernfalls gibt es am Dienstag ein fünftes Spiel in der Westschweiz.

Wir taten mehr fürs Spiel

„Das war ein wichtiger Sieg. Aber die Serie ist noch nicht zu Ende. Wir brauchen noch einen vierten Sieg. Deshalb besteht kein Grund abzuheben“, sagte Fèlicien Du Bois am späten Donnerstagabend in Lausanne, nachdem Marc Wieser mit seinem Penaltytreffer für den 3:2-Erfolg des HCD gesorgt hatte. Einen derart langen Match habe er zuvor kaum je einmal gespielt, meinte der 33-jährige Verteidiger. „Wir wollten in der Overtime unbedingt das Siegtor erzielen, hatten auch unsere Chancen, doch der Puck fiel nicht ins Lausanner Tor. Es wäre bitter gewesen, wenn wir im Penaltyschiessen noch verloren hätten. Denn wir taten insgesamt mehr fürs Spiel. Schön, dass es ganz zuletzt doch noch geklappt hat.“

Aufwand und Ertrag stimmen bezüglich Torchancen und Treffern wir schon beim 2:1-Heimsieg bei den Bündnern nicht überein. „Am Dienstag war es auch Unvermögen im Abschluss. Im dritten Match musste man anerkennen, dass Lausannes Torhüter Cristobal Huet einen Riesen-Match spielte. Mit ein paar Big Saves hielt er sein Team im Spiel“, analysierte Du Bois. Mit den Worten „Diesen Sieg nehmen wir gerne mit auf unsere späte und lange Heimreise“, verabschiedete sich der HCD-Verteidiger unter die Dusche.

Keine Hoffnung und kein Leben geben

Du Bois glaubt das Rezept zu kennen, wie der HCD am Samstagabend die Viertelfinalserie auf kürzestem Weg entscheiden kann: „Wir müssen schnell spielen und wollen den Lausannern von Anfang mit an keine Hoffnung und kein Leben geben.“ Er könne sich vorstellen, dass die Lausanner an der aktuellen Situation mit dem 0:3-Rückstand und zuletzt der bitteren Niederlage im Penaltyschiessen etwas zu beissen habe, meint Du Bois und folgert: „Jetzt müssen wir den Killerinstinkt zeigen. Wir müssen den Lausannern von Beginn weg zeigen, dass es in Davos nichts zu holen gibt. Dann klappt es hoffentlich schon nach 60 Minuten und nicht erst im Penaltyschiessen.“

Debüt von Vaskivuo beim HCD?

Bei Davos schied am Donnerstagabend Tuomo Ruttu bereits nach wenigen Spielminuten verletzt aus. Über den Grund gibt es, wie in den Playoffs üblich, keine Angaben von Seiten des HCD. Möglicherweise kommt aber am Samstagabend an seiner Stelle Mike Vaskivuo zu seinem Debüt beim HCD. Der finnisch-amerikanische Doppelbürger zeichnete sich diese Saison als Goalgetter beim Davoer Partnerteam Hockey Thurgau aus. Er wird am Montag 31-jährig, ist 1,85 Meter gross und 90 Kilogramm schwer.

Ein Ausländerwechsel zeichnet sich auch bei Lausanne ab. Nicklas Danielsson schied ebenfalls am Donnerstag im Startdrittel mit einer Beinverletzung aus. An seiner Stelle dürfte am Samstagabend Per Ledin stürmen. Er hatte am Spengler Cup für den HCD gespielt.

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