Kein Hockeywunder gegen den Leader | Hockey Club Davos

News - Kein Hockeywunder gegen den Leader

Der souveräne Tabellenführer EV Zug hatte am Samstagabend im Eisstadion Davos keine Gnade mit dem HCD. Die Innerschweizer besiegten die arg dezimierten Davoser, beim dem gleich zwei komplette Sturmreihen fehlten, mit 2:7. Für den HCD trafen Chris Egli und Enzo Corvi.

Der HCD musste gegen Zug auf die verletzten Andres Ambühl und Yannick Frehner, den mit Magenproblemen erkrankten David Ullström, den wegen Corona-Quarantäne zwangspausierenden Teemu Turunen und den gesperrten Fabrice Herzog verzichten. Nimmt man noch Dino Wieser hinzu, der in dieser Saison verletzungsbedingt noch nie zum Einsatz kam, hätte Davos mit den abwesenden Stammangreifern zwei komplette Linien bilden können. Damit der HCD dennoch vier Sturmreihen bilden konnte, erhielten die Nachwuchsspieler Tim Lutz und Nino Russo die Chance, National-League-Luft zu schnuppern.

Die Tatsache, dass Davos die beiden ersten Meisterschaftspartien in dieser Saison gegen Zug gewonnen hatte (3:2 n.V. und 4:3 n.P.), machte die Aufgabe für die Bündner auch nicht einfacher. Die Zentralschweizer waren sichtlich auf Revanche aus. 21:5 für den EVZ lautete das Schussverhältnis bereits nach nur 20 Spielminuten. Die beste Chance zum Führungstreffer vergab allerdings Enzo Corvi für den HCD, noch beim Stand von 0:0 (5.). In der 9. Minute musste sich HCD-Goalie Robert Mayer von Erik Torell erstmals geschlagen geben. Und bei der ersten Strafe gegen Davos dauerte es nur sechs Sekunden, ehe Sven Senteler das 2:0 erzielte (13.). Der HCD kämpfte und rackerte trotz des dezimierten Kaders und versuchte das gegnerische Spiel zu stören. Sie bemühten sich um Scheibenkontrolle und einen gepflegten Angriffsaufbau. Benjamin Baumgartner verpasste den Anschlusstreffer bei einem zielstrebigen Konter nur knapp (13.).
Die Zuger begnügten sich infolge nicht mit der Verwaltung des Vorsprungs, sie powerten weiter. Schon zu Beginn des Mittelabschnitts erhöhten Tobias Geisser und Yannick Zehner den Vorsprung innert 94 Sekunden auf 4:0. Und bei Spielhälfte reihte sich auch Jérôme Bachofner unter den Torschützen ein. Die Davoser hatten ihre einzige Druckphase während der ersten Zuger Strafe. Prompt gelang Chris Egli nach Vorarbeit von Aaron Palushaj und Valentin Nussbaumer ein Treffer.

Zu Beginn des Schlussdrittels verhinderte die Torumrandung nach einem Lattenknaller von Marc Wieser in Unterzahl den zweiten Treffer für das Heimteam. Verlass war indes bei den Platzherren aufs Powerplay. Corvi verkürzte in der zweiten Überzahlphase nach Zuspiel von Magnus Nygren auf 2:5 (46.). Die Gäste antworteten prompt: Jan Kovar (47.) und Carl Klingberg (50.) schraubten das Resultat in die Höhe. 7:2 lautete es bei Spielende und gleichzeitig 51:18 das Schussverhältnis.

Nach dem Tabellenführer Zug empfängt der HCD für sein nächstes Spiel am Dienstagabend das Tabellenschlusslicht, die SCL Tigers. Noch ist offen, wer von den am Samstag abwesenden Davoser Spielern aufs Eis zurückkehrten wird. Einfach wird die Aufgabe gegen die „Tiger“ aber ohnehin nicht, denn die Langnauer verkaufen ihre Haut in jedem Match teuer.

Text: HCD-Onlineredaktion Bild: Maurice Parrée

Kein Hockeywunder

20.02.2021 22:20