Kein Lohn für aufopfernden Einsatz in Fribourg

Nach einem schwachen ersten Drittel rannte der HCD in Fribourg schon früh einem Rückstand nach. Trotz einer Steigerung ab dem Mitteldrittel wog die eingehandelte 0:2-Hypothek zu schwer. Auch weil Davos zuviel in Unterzahl agieren musste.

Fribourg, dass die letzten sieben Spiele gegen Davos verloren hatte, setzte von Beginn an die Davoser unter Druck und ging dank Birner und Bykow mit zwei Längen Vorsprung in die erste Pause. Broc Little verkürzte jedoch in der 24. Minute, es war der verdiente Lohn für eine markante Leistungssteigerung des HCD. Die Entscheidung fiel erst gut fünf Minuten vor Schluss, als die Davoser reihenweise auf die Strafbank wanderten. Michal Birner mit seinem zweiten Treffer macht für die Saanestädter den Sack endgültig zu. 

Drei Minuten doppelte Unterzahl konnten der HCD dank einem starken Boxplay und einem ebenso starken Joren van Pottelberge im Davoser Kasten ohne Gegentreffer überstehen. Auch bei mehreren Zweiminutenstrafen hielten sie sich schadlos. Trotzdem waren es am Schluss zwei Powerplaytreffer der Fribourger, die den Unterschied ausmachten. Denn die Davoser nutzen ihre Powerplay-Möglichkeiten nicht. Gottérons Ersatzgoalie Ludovic Waeber zeigte eine starke Partie und legte mit 26 Paraden die Basis für den ersten Freiburger Sieg über Davos seit dem 16. Oktober 2015.

Bei den Gastgebern schied im Mitteldrittel der Schweizer Nationalverteidiger Yannick Rathgeb nach einem Check gegen den Kopf von Mauro Jörg verletzt aus. Jörg wurde mit einem Restausschluss belegt.

Nun hat Arno Del Curto 10 Tage Zeit, um seine Mannschaft wieder auf Kurs zu bringen. Allerdings fehlen ihm in dieser Zeit mit Gilles Senn, Félicien Du Bois, Claude Paschoud, Andres Ambühl, Enzo Corvi, Magnus Nygren, Gregory Sciaroni, Samuel Walser, Nando Eggenerger und Broc Little nicht weniger als zehn Spieler, die mit verschiedeneen Nationalteams unterwegs sein werden. Trotzdem kommt die Natipause beim HCD wohl zum richtigen Zeitpunkt. Das nächste Meisterschaftsspiel findet am 14. November in Langnau statt.

Telegramm: Fribourg-Gottéron - Davos 3:1 (2:0, 0:1, 1:0)

6120 Zuschauer. - SR Wehrli/Wiegand, Altmann/Borga. - Tore: 6. Birner (Slater, Rathgeb/Ausschluss Egli) 1:0. 13. Bykow (Cervenka) 2:0. 24. Little 2:1. 55. Birner (Cervenka, Slater/Ausschluss Walser) 3:1. - Strafen: 4mal 2 Minuten gegen Fribourg-Gottéron, 6mal 2 plus 5 Minuten plus Spieldauer (Jörg) gegen Davos.

Fribourg-Gottéron: Waeber; Kienzle, Stalder; Holos, Chavaillaz; Rathgeb, Schilt; Glauser, Abplanalp; Meunier, Slater, Birner; Rossi, Bykow, Cervenka; Fritsche, Rivera, Vauclair; Neuenschwander, Schmutz, Mottet.

Davos: Van Pottelberghe; Du Bois, Jung; Nygren, Aeschlimann; Schneeberger, Paschoud; Grossniklaus; Sciaroni, Corvi, Ambühl; Marc Wieser, Kousal, Little; Kessler, Egli, Dino Wieser; Simion, Walser, Jörg; Eggenberger.

Bemerkungen: Fribourg-Gottéron ohne Brust, Sprunger, Marchon (alle verletzt), Davos ohne Lindgren, Kindschi und Heldner (alle verletzt), Forrer und Portmann in Visp und Barandun mit den Junioren im Einsatz. - Timeouts: 6. Timeout Davos, 31. Gottéron. - 27. Rathgeb verletzt ausgeschieden. - Davos von 58:41 bis 59:30 und bis am Ende ohne Torhüter. - Pfosten: 58. Mottet.

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