Kein Spaziergang gegen die Lakers

Mit dem Heimspiel gegen die Rapperswil-Jona Lakers eröffnet der HC Davos am Samstagabend die sechs Spieltage umfassende Platzierungsrunde. „Wir wollen diese sechs Partien gewinnen, denn man kann nachher für den Playout-Final den Schalter nicht einfach umkippen“, sagt Lukas Stoop. Der 29-Jährige kehrt voraussichtlich gegen die Lakers nach zweimonatiger Verletzungspause ins Team zurück.

Mit dem verdienten 4:1-Heimsieg gegen Biel hat der HCD am Montagabend die Regular Season abgeschlossen. Jetzt folgt für die Teams auf den Rängen 9 bis 12 – die ZSC Lions, den HC Fribourg-Gottéron, der HC Davos und die Rapperswil-Jona Lakers – die Platzierungsrunde, wo sie nochmals mit Hin- und Rückspiel aufeinandertreffen. Die vier Mannschaften nehmen ihre Punkte aus der Qualifikation mit. Der Rückstand des HCD und der Lakers ist so gross, dass beide Mannschaften die ZSC Lions und Fribourg-Gottéron nicht mehr einholen können und deshalb für das folgende Playout bereits gesetzt sind.

Trotzdem spricht Lukas Stoop gar nicht von bedeutungslosen Pflichtspielen. Der 29-jährige Verteidiger tut dies aus gutem Grund, befand er sich in den letzten Jahren doch mit Kloten mehr als einmal in dieser Situation. „Wir müssen auf uns schauen“, sagt Stoop. „Für uns ist es wichtig, dass wir in einen guten Lauf kommen, auch wenn wir die Playoffs verpasst haben. Wir wollen in den sechs Partien in der Platzierungsrunde mit Blick auf den Playout-Final siegen. Jetzt die Zügel fahren lassen und dann glauben, vor dem Playout-Start den Schalter zu kippen und gewinnen zu wollen, geht nicht. Das kann keine Mannschaft.“ Für den erfahrenen HCD-Verteidiger ist klar: „Wir geben in den sechs Platzierungsspielen Vollgas, unabhängig von der Tabellensituation. Wenn wir gut spielen und punken, tut uns das gut, auch der Moral und dem Selbstvertrauen. Wir möchten jetzt als Mannschaft einen guten Monat machen.“

Schon die x-te Verletzung

Stoop gibt voraussichtlich am Samstag nach zweimonatiger Verletzungspause sein Comeback. Am 6. Januar hatte er gegen Genf-Servette einen Muskelfaserriss am hinteren Oberschenkel erlitten. „Ich blieb in der Spielfeldecke hängen und überstreckte mir das Bein. Da ein Gegenspieler gleichzeitig mit dem Schlittschuh zog, gab es mir hintenhinein einen ‚Chlapf‘“, schildert der Verteidiger die Szene. Im ersten Moment sei es für ihn ein Schock gewesen. Er habe gehofft, nicht so lange pausieren zu müssen.“ Der 29-Jährige hat in seiner Profikarriere schon unzählige verletzungsbedingten Rückschläge verkraften müssen. Stoop lernte damit umzugehen. „Es ist nie einfach, wenn man aus einer Verletzung zurückkommt. Aber irgendwie gibt es auch immer wieder eine neue Motivation, um besser zurückzukommen, dass man noch fitter ist. Das ist eigentlich das Einzige, was man positiv sehen kann während der Zeit, in der man verletzt ist“, sagt er. „Wenn ich verletzt bin, zieht es mich vielleicht die erste Woche mental etwas hinab. Aber nachher muss man vorwärts schauen.“ Jetzt fühle er sich wieder gut. „Ich habe hart gearbeitet und bin nun mega motiviert, im Team wieder spielen zu dürfen“, so Stoop.

Extraschichten unter Viktors Ignatjevs

In den letzten Wochen absolvierte Stoop viele Extratrainings unter der Leitung von Viktors Ignatjevs und zuletzt nach den Mannschaftstrainings auch noch Zusatzschichten auf dem Eis, um konditionell wieder auf die Höhe zu kommen. Stoop lobt Ignatjevs, der seit Mitte Januar Verteidiger-Trainer beim HCD ist und wesentlich dazu beigetragen hat, dass die Davoser Defensive stabiler und taktisch besser geworden ist. „Es ist eine Hilfe, wenn du einen Verteidiger-Trainer hast, der als Aktiver selber Verteidiger war“, betont Stoop. „Er weiss, was man in welcher Situation machen muss. So beginnst du einander zu vertrauen und kannst dann in gewissen Situation einen blinden Pass spielen, weil du weisst, wo dein Partner auf dem Eis steht, da du das trainiert und abgesprochen hast.

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