Keine Tore - keine Punkte

Der HCD war in Bern nicht das schlechtere Team. Schaffte es aber über 60 Minuten nicht, den starken Leonardo Genoni zu bezwingen. Die Chancen dazu wären dagewesen. Damit ist klar, dass Davos die Playoffs nicht mit einem Heimspiel beginnen wird.

Nach einem ausgeglichen, torlosen ersten Drittel, in dem beide Teams mit einer soliden Defensive nicht viele Torchancen zuliessen, war es ab der 21. Minute der SCB, der sich zuerst ein paar Vorteile erarbeiten konnte. Die Berner hatten gegenüber dem Startdrittel einen oder zwei Gänge hochgeschaltet und es dauerte einige Minuten, bis der HCD auf derselben Tourenzahl ankam. In diesen Minuten fiel dann auch der Führungstreffer des Meisters. Im Powerplay hatte Gilles Senn im Davoser Kasten keine Chance gegen den abgelenkten Schuss, der Rüfenacht aus kürzester Distanz sehenswert verwertete. Senn zeigte insgesamt eine starke Partie und wurde dabei von seinen Vorderleuten auch wieder besser unterstützt, als noch vor der Olympiapause.

Ab der 30. Minute fand der HCD dann wieder besser in die Partie. In den Kombinationen der Davoser waren plötzlich mehr Zielstrebigkeit und Präzision zu erkennen, wodurch sie den SCB immer wieder in Schwierigkeiten bringen konnten. Auch das aggressive Forechecking funktionierte über weite Strecken. Nur vor dem Berner Tor fehlte die nötige Durchsetzungskraft, die Kreativität und sicher auch etwas das Glück, um einen sehr sicher wirkenden Genoni zu bezwingen. Dazu standen die Berner teilweise fast minutenlang stark formiert vor dem eigenen Gehäuse und blockten alle Schüsse, die Richtung ihres Goalies kamen.

Die Entscheidung fiel in der 46. Minute, als Heldner hinter dem eigenen Tor die Scheibe mit einem katastrophalen Fehlpass auf Jung verlor und dem SCB den zweiten Treffer quasi auf dem Silbertablett servierte. Davos rannte danach zwar nochmals mit viel Wille an, wirklich gute Chancen konnten sie sich aber nicht mehr erspielen.

Telegramm: Bern - Davos 2:0 (0:0, 1:0, 1:0) 

16'534 Zuschauer. - SR Hebeisen/Koch, Kaderli/Kovacs. 
Tore: 25. Rüfenacht (Andersson, Aaltonen/Ausschluss Egli) 1:0. 46. Andersson (Berger, Kämpf) 2:0. 
Strafen: je 2mal 2 Minuten. 

Bern: Genoni; Untersander, Blum; Andersson, Gerber; Kamerzin, Krueger; Burren; Aaltonen, Haas, Scherwey; Bodenmann, Rüfenacht, Moser; Hischier, Pyörälä, Meyer; Berger, Heim, Kämpf; Randegger.

Davos: Senn; Nygren, Barandun; Du Bois, Kindschi; Schneeberger, Paschoud; Heldner, Jung; Rödin, Corvi, Eggenberger; Marc Wieser, Ambühl, Kousal; Simion, Egli, Kessler; Sciaroni, Walser, Dino Wieser. 

Bemerkungen: Bern ohne Arcobello, Ebbett, Noreau und Raymond (alle geschont), Davos ohne Little (krank), Jörg und Lindgren (beide verletzt), Aeschlimann und Forrer (überzählig). National-League-Debüt des Finnen Juhamatti Aaltonen. 500. NL-Spiel von Scherwey. Pfostenschüsse Burren (25.); Jung (6./Latte). Timeout Davos (47.). Davos von 59:37 bis 60:00 ohne Torhüter.

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