Könnte es nicht besser haben

Der Finne Otso Rantakari hat am Samstagabend beim 7:1-Sieg des HCD in Lausanne seine beiden ersten Meisterschaftstreffer in den Davoser erzielt. „Es ist ein schönes Gefühl, erstmals in der Schweizer Liga zu treffen“, meint der 25-jährige Verteidiger.

Otso Rantakari hämmerte den Puck in Lausanne zum 2:0 und 4:0 mit Weitschüssen ins Netzt – beide Male im Powerplay und jeweils nach Zuspielen von Perttu Lindgren. Es waren die ersten Meisterschaftstore für den Finnen, der als Ersatz für den verletzten Magnus Nygren erst am 7. September vom HC Davos vorläufig bis Ende Jahr verpflichtet worden war. Auch Fabrice Herzog traf in Lausanne erstmals in den HCD-Farben – zum 7:1-Schlussresultat. Und Sven Jung (zum 3:0) sowie Yannick Frehner (zum 6:0) feierten ihr erstes Tor in der laufenden Meisterschaft. Das Skore hatte Mattias Tedenby eröffnet. Überragender Spieler in der Reihen der Davoser war Lindgren; der finnische Mittelstürmer bereitete gleich vier Treffer vor.

Ich liebe Davos und das Team

Seit bald vier Wochen weilt Rantakari in Davos. Der Finne fühlt sich rundum glücklich. „Ich liebe Davos und das Team. Ein Eishockeyspieler kann es nicht besser haben“, schwärmt er. Als offensiv ausgerichteter Verteidiger passt ihm das Schweizer Eishockey ausgezeichnet. „Ja, da fühle ich mich richtig wohl“, bestätigt Rantakari. „In Finnland ist das Eishockey taktisch geprägt und defensiv ausgerichtet. Hier basiert es auf den läuferischen Qualitäten, und es wird zielstrebiger nach vorne gespielt.“ In Lausanne gelangen dem 1,82 Meter grossen und 84 Kilogramm schweren Abwehrspieler die beiden ersten Meisterschaftstreffer in den HCD-Farben, nachdem er sich zuvor bereits in jedem Match mindestens einen Assistpunkt hatte gutschreiben zu lassen. „Ich mag es, defensive Verantwortung zu übernehmen. Aber natürlich gibt es nichts Schöneres, als Tore zu schiessen“, meint der Finne.

Als 14-Jähriger hatte Rantakari auf Empfehlung seines Vaters, der Spieleragent ist, eine Saison in der Nachwuchsakademie von Salzburg verbracht. In Österreich lernte er englisch und in jungen Jahren, auf eigenen Füssen zu stehen. „In diesem Alter ein ganzes Jahr weg von der Familie zu sein war schon speziell. Aber die Erfahrungen haben mich als Mensch und Eishockeyspieler weitergebracht“, meint er rückblickend. Sonst spielte Rantakari mit Ausnahme eines halben Jahres bei MoDo in Schweden stets in seiner Heimat. Als Aktiver zwei Jahre bei den Espoo Blues, einem Vorortklub von Helskinki, und zuletzt drei Saison bei Tappara Tampere, mit dem er 2017 Landesmeister wurde.

Ich möchte länger in Davos bleiben

Im Sommer entschied sich Rantakari, im Ausland eine neue Herausforderung zu suchen. „Ich wollte was anderes sehen und kennenlernen“, sagt der 25-Jährige. „Das Umherreisen und Entdecken von neuen Ländern und Kulturen machen den Beruf als Eishockeyspieler ja auch spannend.“ Sein Vertrag beim HCD ist vorerst bis nach dem Spengler Cup befristet. Davos ist ein grossartiger Ort, um Eishockey zu spielen. Ich arbeite Tag für Tag in jedem Training und in jedem Spiel hart, denn ich möchte länger hier bleiben“, bemerkt Rantakari zu seiner Situation.

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