Ladehemmung 3.0

Als Ladehemmung bezeichnet man eine Fehlfunktion an einer Schusswaffe. Das grösste Problem, das den HCD zur Zeit an einem siegreichen Spiel hindert, ist das Toreschiessen. In den letzten drei Partien schossen die Bündner nur zwei Tore.

Mit nur sechs Verteidigern musste der HCD in dieses Heimspiel gegen Lausanne, denn neben den schon länger verletzten Paschoud und Stoop fehlen am diesem Wochenende auch Payr mit einer Muskelprellung, Kundratek, der mit der tschechischen Nationalmannschaft an einem internationalen Turnier in Stockholm weilt und Heinen, der bei der Schweizer U-19 Nationalmannschaft im Einsatz steht.

Auch in der Offensive fehlten mit dem verletzten Dino Wieser und den krankheitshalber abwesenden Egli und Bader drei Stammspieler. So kam der Einheimische Jerome Portmann zu seinem ersten HCD-Einsatz in dieser Saison, er hatte die Saison bisher beim Partnerteam Ticino Rockets bestritten. Im Tor konnte aufgrund von Kundrateks Abwesenheit wieder einmal Lindbäck eingesetzt werden. Dieser hatte seit dem 22. Januar kein Spiel mehr bestritten, weil Witolinsch in den letzten drei Partien alle vier Import-Lizenzen für Feldspieler ausnützte.

Trotz all diesen Absenzen startete der HCD gut in die Partie und ging nach knapp acht Minuten durch einen Powerplaytreffer von Rödin, nach herrlicher Passstafette über Ambühl und Corvi, in Führung. Zuvor hatten die Gastgeber praktisch keinen Schuss auf Lindbäck zugelassen und eine zweiminütige Unterzahlphase problemlos überstanden. Auch nach dem Führungstreffer dominierten die Davoser den Gegner, erspielten sich zahlreiche gute Torchancen, ohne diese allerdings zu nützen. Ab der 15. Minute kam Lausanne besser ins Spiel und bereits mit der ersten grösseren Möglichkeit zum Ausgleich. Die junge Davoser Verteidigung liess Kenins so lange seine Kreise ziehen bis dieser, zuwenig eng gedeckt, die Ecke auswählen und Lindbäck mit einem satten Weitschuss bezwingen konnte.

Im zweiten Abschnitt passierte lange nicht viel erwähnenswertes, die Teams neutralisierten sich mehrheitlich, bis Lindbäck in der 34. Spielminute einen an sich harmlosen Weitschuss des Lausanner Lindbohm zur Überraschung aller passieren liess. Zuvor hatte der Schwede im Davoser Kasten einen sicheren Eindruck hinterlassen und 13 von 14 Schüssen auf seinen Kasten abwehren können. Die Reaktion des HCD auf diesen unnötigen Gegentreffer kam postwendend, ausser einem Pfostenknaller durch Kessler in der 39. Minute resultierte aber vor der zweiten Pausensirene nichts Zählbares. Davos hatte in diesem mittleren Abschnitt den Gästen etwas mehr Raum zugestanden und prompt nutzt der Tabellenfünfte dies zur Führung.

Doch der HCD setzte seine Reaktion auf den Gegentreffer auch im letzten Abschnitt fort, trat nun energischer auf und forcierte das Forechecking. Richtig nah kamen die Davoser dem Ausgleich bei ihrem zweiten Überzahlspiel ab der 50. Minute. Aber Zurkirchen und etwas Pech verhinderten den zweiten HCD-Treffer, der zu diesem Zeitpunkt mehr als verdient gewesen wäre. So kam es wie so oft in dieser Saison. In der 57. Minute gelang Christoph Bertschy der entscheidende Treffer für die Lausanner. Einer umstrittener Treffer, der erst nach langem Videostudium Anerkennung fand. Da hat man schon kein Glück und dann kommt noch Pech dazu. Die Frustration bei den Davosern war deshalb heute nach dem Spiel besonders gross.

Telegramm: Davos - Lausanne 1:3 (1:1, 0:1, 0:1)

4492 Zuschauer. - SR Wiegand/Urban, - Tore: 8. Rödin (Corvi, Ambühl/Ausschluss Lindbohm) 1:0. 16. Kenins (Nodari, Emmerton) 1:1. 34. Lindbohm (Jeffrey) 1:2. 57. Bertschy (Jeffrey) 1:3.

Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Davos, 2mal 2 Minuten gegen Lausanne. -

Davos: Lindbäck; Buchli, Du Bois; Heldner, Jung; Barandun, Nygren; Marc Wieser, Corvi, Ambühl; Hischier, Lindgren, Rödin; Pestoni, Portmann, Meyer; Frehner, Aeschlimann, Kessler.

Lausanne: Zurkirchen; Trutmann, Grossmann; Lindbohm, Frick; Nodari, Genazzi; Borlat; Vermin, Jeffrey, Bertschy; Kenins, Emmerton, Partanen; Moy, Froidevaux, Leone; Antonietti, In-Albon, Zangger; Traber.

Bemerkungen: Davos ohne Payr, Sandell, Dino Wieser, Paschoud und Stoop (alle verletzt) sowie Bader und Egli (beide krank), Kundratek (Nationalteam Tschechien), Heinen U-19-Nationalmannschaft). Lausanne ohne Mitchell, Simic, Boltshauser und Junland (alle verletzt), sowie Herren und Schelling (überzählig), - Pfosten: 28. Antonietti, 55. Meyer. - 58:19 Timeout, bis 59:08 und ab 59:34 ohne Torhüter.

 

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