Lausanne will sich in Davos revanchieren

Die Playoffs der letzten Saison sind noch in guter Erinnerung: Damals bootete der HCD den HC Lausanne im Viertelfinal auf kürzestem Weg mit vier Siegen aus. Am Samstag erhalten die Waadtländer die erste Chance, sich in Davos zu revanchieren. Die Partie beginnt in der Vaillant Arena um 19.45 Uhr. Zuvor gastiert der HCD am Freitagabend in Kloten.

Ohne Zweifel: Lausanne bildete letzte Saison die grösste positive Überraschung in der Nationalliga A. Unter dem neuen Trainer Dan Ratushny spielten die Romands ein erfrischend offensiv ausgerichtetes Eishockey. Sie erzielten in der Qualifikation 154 Tore, am drittmeisten nach den ZSC Lions und Bern. Ganz besonders fiel auf, dass die Lausanner das effizienteste Powerplay der Liga aufwiesen. Dank diesen Trümpfen schafften sie es in der Regular Season auf Platz 4 – mit zwei Punkten Vorsprung unmittelbar vor dem HC Davos. Im Playoff-Viertelfinal drehten die Bündner dann aber den Spiess um. Der HCD bootete Lausanne glatt mit 4:0 Siegen (5:3, 2:1, 3:2, 6:3) aus, obwohl er die Serie auswärts beginnen musste.

Das rasche Saisonende tat den Lausannern weh. Am Samstagabend erhalten sie in ihrem Gastspiel in Davos die erste Möglichkeit zur Revanche. Das Gesicht der Mannschaft veränderte sich im Vergleich zur letzten Saison nicht wesentlich. Als zweiten Torhüter neben dem mittlerweile 42-jährigen Cristobal Huet holte Lausanne von Ambri Sandro Zurkirchen. Von Kloten wechselte Verteidiger Lukas Frick an den Genfersee, von Zug Stürmer Sandro Zangger. Am meisten erhofft sich die Klubführung von Joël Vermin, der aus Nordamerika zurückkehrte und gleich mit einem Fünfjahresvertrag ausgestattet wurde.

Lausanne bestritt in der neuen Meisterschaft erst zwei Partien. Zum Auftakt setzte es in Genf eine 1:3-Niederlage ab, und am Dienstagabend verlor es in Zug mit 4:5 nach Verlängerung. HCD-Stürmer Samuel Walser sagt: „Lausanne ist eine starke Mannschaft. Da müssen wir vom ersten Bully an bereit sein, einfach spielen und zielstrebig wie gegen Servette auftreten – aber nicht nur ein Drittel lang, sondern während der ganzen Partie.“

Beim HCD fehlen die verletzten Noah Schneeberger und Tino Kessler. Schneeberger erlitt beim Meisterschaftsstart gegen Zug einen Innenbandriss am Knie. Der 29-jährige Verteidiger wird vier bis sechs Wochen ausfallen.

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