Lugano ging in Davos die Luft aus

Nach drei 3:2-Siegen hat der HCD am Samstagabend im vierten Aufeinandertreffen in der laufenden Meisterschaft den HC Lugano mit 5:1 bezwungen. In der intensiven Partie trafen für die sehr kompakt spielenden Davoser fünf verschiede Spieler. Stark trumpfte Torhüter Sandro Aeschlimann mit 27 Paraden auf.

„Ein guter Test für uns gegen ein erstarktes Lugano“, meinte HCD-Sportchef Raeto Raffainer vor dem Anpfiff an der Medienkonferenz nicht von ungefähr. Die Luganesi hatten ihre beiden Spiele im neuen Jahr gegen Fribourg und in Bern gewonnen, der HCD in der gleichen Zeitspanne aus vier Partien mit drei Siegen und einer Niederlage acht Punkte geholt. Die 4909 Zuschauer sahen im Davoser Eisstadion denn auch eine intensive, von beiden Seiten offensiv geführte Partie mit sehr vielen Torszenen. Seit Serge Pelletier kurz vor Weihnachten bei den Tessinern den Trainerposten übernommen hat, spielen sie wesentlich aggressiver, was in zahlreichen hart geführten Zweikämpfen zum Ausdruck kam. Nach dem Startdrittel lautete das hohe Schussverhältnis 12:15, begünstigt auch durch nicht weniger als sieben Zweiminutenstrafen, welche die inkonsequent pfeifenden Headschiedsrichter aussprachen. Luca Hischier brachte die Davoser in der 5. Minute in Führung, nachdem Perttu Lindgren einen gegnerischen Pass abgefangen und präzis zum Torschützen gepasst hatte. Für Lugano traf Topskorer Linus Klasen kurz vor Ablauf einen 82 Sekunden dauernden doppelten Unterzahl der Platzherren (17.).

Im Mittelabschnitt dauerte es nur 34 Sekunden, ehe Andres Ambühl mit einem Flachschuss sein Team erneut in Führung brachte – bei vier gegen vier Feldspielern übrigens. Der HCD-Captain hatte vier Minuten später auch wesentlichen Anteil, als die Davoser ihren Vorsprung erhöhten. Denn Luganos Torhüter Sandro Zurkirchen konnte seinen Schuss nur noch nach vorne abwehren, worauf Fabrice Herzog den Abpraller verwertete. Die Platzherren hatten im zweiten Drittel generell mehr Spielanteile (13:9 Schüsse). Sie verpassten es jedoch bei zwei Powerplay-Möglichkeiten, das Skore weiter auszubauen.

Im dritten Abschnitt zollten die Luganesi offensichtlich ihrem hohen Anfangstempo Tribut. Die Davoser kontrollierten nun das Spielgeschehen sicher. Die Gäste erspielten sich kaum noch zwingende Torchancen. Die Platzherren ihrerseits fanden hingegen Zeit und Gelegenheit zu gefährlichen Angriffen. Beim vierten Treffer hatten sie zudem Glück, als Romain Loeffel einen Schuss von Tino Kessler ins eigene Tor ablenkte. Wunderschön herausgespielt wurde hingegen das 5:1, als Aaron Palushaj im Powerplay einen Pass von Magnus Nygren direkt und unhaltbar verwertete.

Bereits am Sonntagnachmittag stehen sich der HCD und Lugano erneut gegenüber – um 15.45 Uhr in Luganos Cornèr Arena.

Davos – Lugano 5:1 (1:1, 2:0, 2:0)

Eisstadion Davos. – 4909 Zuschauer. – SR Lemelin/Dipietro, Kaderli/Progin.

Tore: 5. Hischier (Lindgren) 1:0. 17. Klasen (McIntyre, Postma/Ausschlüsse Du Bois, Herzog) 1:1. 21. (20:34) Ambühl (Jung, Du Bois/Ausschlüsse Nygren; Klasen) 2:1. 25. Herzog (Ambühl, Nygren) 3:1. 54. Kessler (Jung, Marc Aeschlimann) 4:1. 57. Palushaj (Nygren, Corvi/Ausschluss Lammer) 5:1.

Strafen: 5mal 2 Minuten gegen Davos, 8mal 2 Minuten gegen Lugano.

Davos: Sandro Aeschlimann; Du Bois, Jung; Nygren, Guerra; Kienzle, Stoop; Buchli; Herzog, Corvi, Ambühl; Marc Wieser, Lindgren, Hischier; Palushaj, Baumgartner, Tedenby; Kessler, Marc Aeschlimann, Egli; Frehner.

Lugano: Zurkirchen; Chiesa, Riva; Postma, Wellinger; Loeffel, Jecker; Ronchetti; Klasen, McIntyre, Bertaggia; Bürgler, Lajunen, Suri; Fazzini, Sannitz, Lammer; Walker, Romanenghi, Zangger; Haussener.

Bemerkungen: Davos ohne Rantakari, Meyer (beide überzählig), Dino Wieser, Paschoud, Glarner und Bader (alle verletzt). Portmann (Ticino Rockets), Heinen und Barandun (U20), Lugano ohne Jörg, Morini, Vauclair (alle verletzt) und Chorney (überzählig).

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