Mit grossartiger Defenisvleistung zu weiteren 3 Punkten

30:20 zugunsten der ZSC Lions lautete das Schussverhältnis, 4:1 für den HCD allerdings das Skore. Die Basis zum Sieg legten die Davoser am Samstagabend mit einer ausgezeichneten Defensivleistung. Höchst geschickt verteidigten sie nach Toren von Broc Little und Andres Ambühl lange einen 2:1-Vorsprung. Und in der Schlussminute trafen Gregory Sciaroni und Little noch ins leere ZSC-Tor.

Mit Perttu Lindgren, Enzo Corvi und Robert Kousal fehlten beim HCD wie schon am Abend zuvor in Biel gleich drei Stamm-Center. Davos-Coach Arno Del Curto machte aus der Not eine Tugend; er nominierte erstmals für ein Meisterschaftsspiel den erst 18-jährigen Ramon Tanner. ZSC-Lions-Trainer Hans Walsson konnte im Sturm hingegen aus dem Vollen schöpfen. Der Schwede versuchte neue Impulse zu setzen, indem er sämtliche Angriffslinien in neuen Zusammenstellungen einsetzte.

Die Gäste unterstrichen im Startdrittel ihren Offensivdrang mit 9:6 Schüssen. Die besseren Chancen hatte allerdings der HCD. Pech beklagte Gregory Sciaroni: Seine herrliche Direktabnahme ins ZSC-Tor (4.) fand bei den Refs keine Anerkennung, weil sie nach Videokonsultation eine vorangegangene Behinderung an Torhüter Lukas Flüeler ahndeten. 24 Stunden zuvor hatte Sciaroni in Biel in der Anfangsphase nur den Pfosten getroffen. Nichts zu rütteln gab es hingegen am Davoser 1:0 in der 15. Minute: Broc Little drückte im dritten Powerplay nach glänzender Vorarbeit von Félicien Du Bois und Andres Ambühl entschlossen ab.

Nach 30 Sekunden im Mitteldrittel nutzten auch die Zürcher eine Überzahlgelegenheit. Chris Baltisberger lenkte einen Weitschuss von Patrick Geering für Gilles Senn unhaltbar ins Netz ab. Die Davoser liessen sich deswegen jedoch keineswegs von ihrem Konzept abbringen. Keine zwei Minuten später lancierte Magnus Nygren mit einem idealen Steilpass Mauro Jörg, und dessen Pass verwertete Ambühl souverän zur erneuten Davoser Führung. Für die Lions war es das Signal, noch intensiver zu stürmen. Die Platzherren verteidigten jedoch höchst diszipliniert. Und in der 39. Minute verhinderte ein Lattenknaller im Powerplay ihren dritten Treffer – Pechvogel war erneut Sciaroni.

Die Sturmlauf der Gäste hielt auch im letzten Spielabschnitt an. 11:4 zugunsten der Lions lautete das Schussverhältnis im diesen 20 Minuten, 2:0 für Davos allerdings das Drittelsresultat. Die Bündner verhielten sich in der Defensive nicht nur kämpferisch, sondern auch spielerisch schlichtweg hervorragend. So waren die Zürcher wohl meist im Puckbesitz, zu zwingenden Torchancen kamen sie jedoch kaum. Als ihr Trainer in der Schlussphase Torhüter Flüeler durch einen sechsten Feldspieler ersetzten, konterten die Platzherren eiskalt. Zunächst erhöhte Sciaroni das Skore nach Vorarbeit von Dino Wieser. Das Tor wurde übrigens nach langem Videostudium anerkannt, nachdem Walsson eine Offside-Challenge moniert hatte. Und zum Schlussresultat traf Little ins leere Tor. Der Pass kam übrigens von HCD-Goalie Senn, der damit seine hervorragende Leistung – er wehrte 29 ZSC-Schüsse ab – krönte.

Telegramm: Davos – ZSC Lions 4:1 (1:0, 1:1, 2:0)

Vaillant Arena. – 5161 Zuschauer. – SR Oggier/Vinnerborg, Kovacs/Obwegeser.

Tore: 15. Little (Ambühl, Du Bois, Ausschuss Pettersson) 1:0, 20:30 C. Baltisberger (Geering, Suter, Ausschluss Paschoud) 1:1, 23. Ambühl (Jörg, Nygren) 2:1, 60. (59:06) Sciaroni (D. Wieser, ins leere Tor) 3:1, 60. (59:43) Little (Senn, ins leere Tor) 4:1.

Strafen: 6-mal 2 Minuten plus 10 Minute (D. Wieser) gegen Davos, 6-mal 2 Minuten gegen ZSC Lions.

Davos: Senn; Du Bois, Barandun; Nygren, Aeschlimann; Schneeberger, Paschoud; Forrer, Kindschi; Simion, Egli, Little; Marc Wieser, Ambühl, Jörg; Sciaroni, Walser, Dino Wieser; Kessler, Tanner, Eggenberger.

ZSC Lions: Flüeler; Klein, Geering; Karrer, Marti; Dave Sutter, Phil Baltisberger; Guerra; Chris Baltisberger, Shore, Künzle; Kenins, Sjörgren, Wick; Pettersson, Schäppi, Pestoni; Herzog, Pius Suter, Nilsson; Prassl.

Bemerkungen: Davos ohne Corvi, Jung, Heldner, Lindgren (alle verletzt), Kousal (krank), ZSC Lions ohne Blindenbacher (krank) und Seger (verletzt). – 4. Treffer von Sciaroni wegen Torhüterbehinderung annulliert. – 17. Barandun verletzt ausgeschieden. – Lattenschüsse: 11. Suter, 39. Sciaroni. – ZSC Lions von 58:14 bis 59:07 und von 59:10 bis 59:43 mit einem sechsten Feldspieler an Stelle des Torhüters.

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