Mit kontrolliertem Spiel zu drei weiteren Punkten

Der HCD bleibt im Eisstadion Davos unbesiegt. Am Freitagabend setzte er sich in einer umkämpften und von zwei starken Torhütern geprägten Partie gegen Fribourg-Gottéron mit 3:1 durch. Nach einem 0:1-Rückstand erzielten Mattias Tedenby, Marc Aeschlimann und Benjamin Baumgartner die Tore für die Bündner.

Unter den 3717 Zuschauern befand sich spezielle Eishockey-Prominenz: Schwedens Nationalcoach-Assistent Markus Akerblom beobachtete vor allem HCD-Stürmer Mattias Tedenby und Fribourgs Daniel Brodin. Deutlich mehr Spieler in beiden Mannschaften hatte Tommy Albelin, der Assistenztrainer der Schweizer Natioalmannschaft, vor dem ersten Nati-Termin von übernächster Woche zu observieren. Akerblom sah, wie Tedenby sieben Sekunden vor der ersten Pause im Powerplay einen Weitschuss von Otso Rantakari unhaltbar zum 1:1 ablenkte. Es war bereits Tedenbys achter Treffer für Davos im zehnten Meisterschaftsspiel. Das Ausgleichstor fiel hochverdient. Denn die Bündner prägten im Startdrittel das Spielgeschehen, was auch im Schussverhältnis von 13:6 zum Ausdruck kam. Praktisch aus dem Nichts hatte Aurélien Marti die Gäste bei einem ihrer raren Angriffe in Führung geschossen (12.). Pech hatte im ersten, ebenfalls bereits zwingenden Davoser Überzahlspiel Marc Wieser mit einem Pfostenschuss.

Ab dem Mitteldrittel störten die Freiburger die Platzherren wesentlich früher, und vor allem wurden sie in den Zweikämpfen und vor dem Davoser Tor bissiger. Als Folge davon rückte Joren van Pottelberghe immer mehr in den Mittelpunkt. Allein in den zweiten 20 Spielminuten musste der HCD-Goalie 15 Mal eingreifen. Er tat es mit Ruhe und Sicherheit. Die Davoser ihrerseits setzten im Angriff anstelle von längeren Druckphasen vermehrt Nadelstiche. Einer davon sass allerdings. Marc Aeschlimann fing einen Querpass von Fribourg-Stürmer Tristan Vauclair ab. Der HCD-Stürmer bezwang darauf Freiburgs Torhüter Reto Berra mit einem platzierten Handgelenkschuss (38.). Für den zuverlässigen Center der vierten Davoser Sturmlinie bedeutete es den ersten Torerfolg in dieser Meisterschaft.

Im Schlussabschnitt taten die Platzherren wieder mehr für die Offensive. Richig heiss wurde es vor dem Davoser Goal nur noch selten. In der 43. Minute wahrte van Pottelberghe allerdings den Vorsprung, als er den solo anstürmenden Brodin souverän stoppte. Für die Entscheidung sorgte Benjamin Baumgartner (49.). Nachdem sich Fabrice Herzog auf der rechten Seite durchgetankt hatte, bediente er den 19-jährigen Center mit einem Musterpass, den Baumgartner souverän verwertete. Mit einem kontrollierten Angriffsspiel liessen die Davoser in der Folge nichts mehr anbrennen.

Am Samstagabend steht für die Bündner bereits das nächste Meisterschaftsspiel an. Um 19.45 Uhr treffen sie auswärts auf den HC Ambri-Piotta.

Telegramm: Davos – Fribourg-Gottéron 3:1 (1:1, 1:0, 1:0)

Eisstadion Davos. – 3717 Zuschauer. - SR Hebeisen/Rohatsch, Altmann/Wolf.

Tore: 12. Marti (Lhotak, Vauclair) 0:1. 20. (19:53) Tedenby (Rantakari, Corvi/Ausschluss Gunderson) 1:1. 38. Aeschlimann 2:1. 50. Baumgartner (Herzog) 3:1.

Strafen: 1mal 2 plus 10 Minuten (Corvi) gegen Davos, 2mal 2 Minuten gegen Fribourg-Gottéron.

Davos: Van Pottelberghe; Du Bois, Jung; Rantakari, Paschoud; Stoop, Guerra; Kienzle; Marc Wieser, Lindgren, Palushaj; Herzog, Corvi, Tedenby; Ambühl, Baumgartner, Meyer; Frehner, Marc Aeschlimann, Dino Wieser; Bader.

Fribourg-Gottéron: Berra; Gunderson, Chavaillaz; Kamerzin, Furrer; Abplanalp, Stalder; Forrer; Marti; Brodin, Walser, Mottet; Rossi, Desharnais, Stalberg; Vauclair, Schmutz, Lhotak; Lauper, Marchon, Schmid.

Bemerkungen: Davos ohne Nygren, Buchli (beide verletzt), Heinen (U20), Eggenberger (überzählig), Hischier, Barandun, Portmann, Wetter, Glarner (alle im Partnerteam Ticino Rockets). Fribourg-Gottéron ohne Bykow, Sprunger (beide verletzt) und Schneeberger (überzählig). – 15. Pfostenschuss Marc Wieser. – 3. Forrer verletzt ausgeschieden. Fribourg ab 58:38 ohne Goalie.

 

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