Mit vier Treffern im Schlussdrittel zum Sieg

Im ersten Geisterspiel in Davos hat der HCD am Samstagabend die Rapperswil-Jona Lakers mit 5:3 bezwungen. Erst im Schlussabschnitt besannen sich die Bündner ihrer Qualitäten, was ihnen nach zwei bescheidenen Dritteln mit einer klaren Leistungssteigerung doch noch den Sieg eintrug. Im Playoff-Viertelfinal trifft Davos nun auf Lausanne.

Abgesehen vom Verteidigertausch – Magnus Nygren für Otso Rantakari – trat der HCD gegen die Rapperswil-Jona Lakers in der gleichen Aufstellung an, wie am Abend zuvor bei der 0:3-Niederlage in Ambri. Und erneut trafen die Davoser auf einen Gegner, der zwei Drittel lang zielstrebiger und in den Zweikämpfen hartnäckiger ans Werk ging. Mattias Tedenby scheiterte zunächst solo an „Rappis“ Goalie Melvin Nyffeler (5.), auf der Gegenseite kurz danach Nico Dünner an Sandro Aeschlimann. Nichts zu halten ab es für den Davoser Torhüter, als Juraj Simek einen Weitschuss von Dominik Egli unhaltbar zum 0:1 ablenkte (9.). Am krassesten offenbarten die Platzherren ihre zunächst mangelnde Entschlossenheit im Powerplay. Während der zweiten Strafe der Lakers kassierten sie gar das 0:2 durch Danny Kristo, nachdem Samuel Guerra den Puck an der gegnerischen blauen Linie verloren hatte (14.). Anschliessend erspielten sich die Davoser während 82 Sekunden in doppelter Überzahl kaum eine nennenswerte Torchance. Schön und zwingend kombiniert war immerhin der Anschlusstreffer von Tedenby nach Vorarbeit von Marc Wieser und Jesse Mankinen (17.).

Bezüglich Einsatz steigerten sich die Davoser ab dem zweiten Drittel. Bereits nach 50 Sekunden verpasste Marc Aeschlimann den Ausgleich. Doch dann schaute in der Defensive der ganze HCD-Block zu, wie sich Fabian Meier die Lücke für seinen platzierten Weitschuss zum 3:0 aussuchen konnte (26.). Danach geriet die Defensive der Lakers gegen die nun druckvolleren Davoser verschiedentlich arg in Schwierigkeiten. Der starke Nyffeler schaffte es aber mit Unterstützung seiner kampfstarken Vorderleute immer irgendwie, den Puck noch abzuwehren.

Im letzten Drittel offenbarten endlich auch die Davoser Entschlossenheit. Zudem warfen sie ihre Qualitäten mit den auffallenden läuferischen Vorteile in die Waagschale. Lukas Stoop lancierte die Aufholjagd bereits nach 51 Sekunden, nachdem er von Fabrice Herzog ideal angespielt worden war. Zum Ausgleich traf Perttu Lindgren mit einer feinen technischen Leistung nach einem präzisen Querpass von Marc Wieser (49.). Sechs Minuten später brachte Marc Wieser mit einem Buabatrickli sein Team in Führung, und in der Schlussminute traf er auch zum 5:3-Schlussresultat.

Mit diesem Sieg beendete der HCD die Regular Season auf dem dritten Schlussrang. Im Playoff-Viertelfinal trifft Davos auf Lausanne, sofern dieser wegen der Coronavirus-Situation denn überhaupt gespielt wird. Über das weitere Vorgehen berät die Eishockey-Ligaversammlung am Montagvormittag. Aufgrund der vom Bundesrat verfügten aktuellen Weisung, dass Veranstaltungen ab 1000 Zuschauer bis 15. März unter Ausschluss der Öffentlichkeit durchgeführt werden müssen, wird der Spielbetrieb in der National League zumindest bis dahin wohl ruhen.

Davos – Rapperswil-Jona Lakers 5:3 (1:2, 0:1, 4:0)

Eisstadion Davos. – Keine Zuschauer. – SR Tscherrig/Müller, Kehrli/Wolf.

Tore: 9. Simek (Dominik Egli, Cervenka) 0:1. 14. Kristo (Ausschluss Randegger!) 0:2. 17. Tedenby (Marc Wieser, Mankinen) 1:2. 26. Maier 1:3 (angezeigte Strafe). 41. (40:51) Stoop (Herzog) 2:3. 49. Lindgren (Marc Wieser, Guerra) 3:3. 55. Marc Wieser (Ausschluss

Chris Egli; Eggenberger, Strafe für Nyffeler abgesessen) 4:3. 60. (59:05) Marc Wieser (Lindgren, Tedenby) 5:3.

Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Davos, 5mal 2 plus 5 Minuten (Hächler) plus Spieldauer (Hächler) gegen Lakers.

Davos: Sandro Aeschlimann; Nygren, Barandun; Stoop, Jung; Kienzle, Guerra; Mankinen, Baumgartner, Tedenby; Ambühl, Marc Aeschlimann, Hischier; Marc Wieser, Lindgren, Herzog; Kessler, Chris Egli, Frehner; Thierry Bader.

Lakers: Nyffeler; Schneeberger, Profico; Dominik Egli, Randegger; Hächler, Maier; Vukovic, Schmuckli; Kristo, Pyatt, Loosli; Clark, Cervenka, Simek; Mosimann, Ness, Schlagenhauf; Eggenberger, Dünner, Casutt.

Bemerkungen: Davos ohne Dino Wieser, Du Bois, Corvi, Paschoud und Meyer (alle verletzt), Heinen (krank), Palushaj und Rantakari (überzählig), Lakers ohne Rowe (gesperrt), Dufner, Gurtner, Schweri und Noël Bader (alle verletzt). –  27. Schneeberger verletzt ausgeschieden. – 58. Timeout Lakers. – Lakers von 57:00 bis 58:33 ohne Torhüter.

 

 

Kommentare