The new ones: #58 Jesse Zgraggen | Hockey Club Davos

News - The new ones: #58 Jesse Zgraggen

Kanada oder Schweiz? Beim smarten Jesse Zgraggen schlagen zwei Herzen in der Brust. Einerseits liebt er die Weite seines Geburtsortes Lethbridge im kanadischen Alberta, andererseits gefallen ihm auch die vielen Facetten in seiner «Wahlheimat» Schweiz. Bereits heute freut sich der Neuzuzug vom EVZ auf den Davoser Winter. 

«Oh ja, Winter! Bei uns in Kanada war es in diesem Frühsommer so richtig heiss! Wir hatten in meiner Heimat eine Hitzewelle – 40 Grad waren da nicht selten», erinnert sich Jesse Zgraggen in der angenehm kühlen Eishalle Davos an die letzten Wochen in Kanada vor dem Trainingsstart. Der 28-jährige Verteidiger wuchs in Lethbridge auf, einer kanadische Kleinstadt unweit von Calgary und dem weltberühmten Banff National Park. Seine Familie, sein Bruder und auch die Freundin ziehen Zgraggen jeden Sommer zurück in seine Heimat. Ihn, der aber auch Verwandte in der Schweiz hat und deshalb auch den Schweizer Pass besitzt. «Ich spielte viele Jahre in der kanadischen Juniorenliga WHL, da wirst du fürs Profieishockey ausgebildet. Aber je älter ich wurde desto klarer sah ich auch den Weg in die Schweiz als gute Option für meine Hockeykarriere – zumal ich hier keine Ausländerlizenz beanspruche», sinniert Zgraggen. Die Wahl fiel für den einige Jahre im Kanton Uri aufgewachsenen Zgraggen nicht unerwartet auf Ambri-Piotta. Mit zarten 21 Jahren sass er dann im Flugzeug Richtung Zürich, um im beschaulichen Airolo zumindest für die nächsten Jahre sesshaft zu werden. «Das war schon ein kleiner Kulturschock. Wir hatten da nichts ausser einem Lebensmittelladen und dem Stadion. Mir wurde schnell klar, dass ich wie die meisten HCAP-Spieler irgendwann nach Bellinzona ziehen werde. So wurde die Leventina, bzw. Bellinzona für vier Jahre das Zuhause von Kanada-Schweizer Zgraggen. 
Nach diesen vier Saisons wuchs bei «Zgrägi» aber der Wunsch nach einer Veränderung. Auf der anderen Seite des Gotthard wurde er beim EV Zug fündig. Seine drei Jahre bei den Zentralschweizern fanden in diesem Frühling mit dem Gewinn des Schweizer Meistertitels ein krönendes Ende.  «Das war ein toller Abschluss für eine persönlich schwierige Saison. Ich hatte gemerkt, dass meine Zeit im Meisterteam wohl auslaufen würde. Zwischenzeitlich durfte ich ja noch 13 Spiele hier in Davos für Blaugelb machen. Mir war klar, dass ich für die kommende Saison etwas Neues suchen musste – aber Hey, so ist das Business», reflektiert Zgraggen. Gegen Ende Saison setzte EVZ-Head-Coach Dan Tangnes aber doch immer öfter auf den ruhigen Verteidiger. Von 13 Playoff-Partien stand Zgraggen bei zehn auf dem Eis – und auch im entscheidenden Finalspiel brachte er es in der zweiten Verteidigungslinie auf rund 13 Minuten Eiszeit. 
«Nun greifen wir aber mit dem HCD an», lacht Zgraggen. Der Meistertitel habe Lust auf mehr gemacht. Er freue sich sehr auf die Zeit in Davos mit dieser jungen Mannschaft. Es haben sich viele Gesichter geändert gegenüber der letzten Saison. «Ich glaube, wir haben ein super Team. Ich fühlte mich auf Anhieb wieder wohl, als ich zurückkam.» Aktuell freut sich Zgraggen auf die Ankunft seiner Freundin, die für einige Monate in die Schweiz kommen will. Zudem sei auch der Spengler Cup ein wichtiges Highlight der nächsten Saison: «In Kanada ist das Traditionsturnier eine grosse Sache. Jetzt kann auch ich ein Teil davon sein – hoffentlich mit ganz vielen Zuschauern!»

... und dann noch - drei ungewöhnliche Fragen:
 

Wenn du ein Lebensmittel wärst, welches wäre es?
Ganz klar ein Steak! Ich liebe rotes Fleisch und ich als Kanadier muss ein Steak sein! (lacht)

Was kochst du, wenn du Freunde zu Gast hast?
Puh, also Zuhause in Kanada würde es ein klassisches Barbecue geben – muss ich nach der oberen Antwort ja fast sagen! Hier in der Schweiz will mein Besuch meist Fondue oder Raclette probieren. Auch auf Schokolade fahren sie total ab!

Wenn dein Leben verfilmt wird, welcher Schauspieler würde dich spielen?
Matthew McConaughey! Ich finde seine Filme großartig und viele sagen, dass ich eine gewisse Ähnlichkeit mit ihm habe.

Text und Bild: HCD-Onlineredaktion
 

The new ones:

20.07.2021 16:09