Nur ein Punkt für glücklosen HCD

Das Glück war am Dienstagabend nicht auf Davoser Seite. Der HCD verlor die hart umkämpfte Partie gegen Lugano zu Hause mit 1:2. Kurz vor Ende des dritten Drittels annullierten die Refs einen Treffer von Félicien Du Bois, und in der Verlängerung traf Magnus Nygren die Latte.

Lugano trat in Davos mit Maxim Lapierre als einzigem Ausländer an. Bobby Sanguinetti, Jani Laiunen, Linus Klasen und Etem Emerson sind verletzt. Trotz dieser namhaften Absenzen entwickelte sich eine ausgeglichene Partie. Spektakel fehlte über weite Strecken, weil sich beide Mannschaften primär auf eine höchst disziplinierte Defensive konzentrierten und dem Gegner nur wenig zuliessen. Zudem gelang es dem HCD nicht, mit einem bissigen Forechecking bei den Luganesi Fehler zu provozieren.

So blieben zwingende Torchancen beidseits Mangelware. Dass das Skore tief blieb, lag aber auch den beiden starken Torhütern Gilles Senn und Elvis Merzlikins. Im Startdrittel gelang es einzig dem für einen Moment freistehenden Alessio Bertaggia, den HCD-Goalie zu bezwingen (12.). Gar fast zwei Drittel lang rannten die Davoser vergeblich aufs Lugano-Tor an. Erst im zweiten Powerplay gelang es den Platzherren, das Bollwerk der Gäste zu knacken. Corvi bezwang Merzlikins mit einem äusserst platzieren Weitschuss. Der 25-jährige HCD-Stürmer erfreut sich einer ausgezeichneten Form. Sein grosses Selbstvertrauen beweist er zurzeit auch im Abschluss. Das 1:1 im Lugano-Match war bereits Corvis 18. Saisontreffer.

Im dritten Drittel erspielten sich die Davoser die zwingenderen Abschlussmöglichkeiten. Nach 56:39 Spielminuten annullierten die Headschiedsrichter einen Treffer von Félicien Du Bois nach minutenlanger Video-Konsultation wegen vorangegangener Torhüterbehinderung von Broc Little. Kurz danach rettete Elia Riva für den bereits geschlagenen Merzlikins nach einem Schuss von Gregory Sciaroni. Das Pech blieb dem HCD auch in der Verlängerung treu, als er zielstrebig den zweiten Punkt anstrebte. Magnus Nygren knallte den Puck an die Latte (64.). Besser machten es die Luganesi im Penaltyschiessen. Da trafen Damien Brunner und Luga Fazzini für die Gäste, während Merzlikins alle Davoser Versuche parierte.

Telegramm: Davos – Lugano 1:2 (0:1, 1:0, 0:0, 0:0) n.P.

Vaillant Arena, Davos. – 5245 Zuschauer. – SR Eichmann/Hebeisen, Kovacs/Obwegeser.

Tore: 12. Bertaggia (Cunti, Furrer) 0:1. 38. Corvi (Buck/Ausschluss Cunti) 1:1. – Penaltyschiessen: Buck -, Brunner 0:1; Little -, Fazzini 0:2; Corvi -, Furrer -; Schneeberger -.

Strafen: 3mal 2 plus 10 Minuten (Corvi) gegen Davos, 4mal 2 Minuten gegen Lugano.

Davos: Senn; Du Bois, Jung; Nygren, Aeschlimann; Schneeberger, Paschoud; Forrer, Heldner; Simion, Corvi, Little; Marc Wieser, Buck, Kousal; Kessler, Ambühl, Eggenberger; Sciaroni, Walser, Jörg.

Lugano: Merzlikins; Ronchetti, Vauclair; Chiesa, Riva; Wellinger, Furrer; Ulmer, Sartori; Brunner, Lapierre, Hofmann; Bürgler, Cunti, Romanenghi; Fazzini, Reuille, Bertaggia; Walker, Morini, Vedova.

Bemerkungen: Davos ohne Johansson und Aeschlimann (beide überzählig), Lindgren, Dino Wieser, Rödin und Egli (alle verletzt), Lugano ohne Etem, Lajunen, Sannitz, Klasen und Sanguinetti (alle verletzt). – NL-Debüt von Loïc Vedova (20). – Timeout Lugano (51.). – Pfostenschuss Nygren (64.).

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