Nur ein Teffer reichte nicht zu Punkten

Die Davoser leiden unter akuten Ladehemmungen. 24 Stunden nach der 0:4-Niederlage in Lugano brachten sie am Samstagabend gegen Fribourg-Gottéron nur ein Tor zustande. Einzig Andres Ambühl traf im Powerplay zum zwischenzeitlichen 1:1. Lukas Lohtak sorgte in der 30. Minute mit dem 2:1 für den Freiburger Sieg.

Wie bereits am Abend zuvor in Lugano begann die Partie für Davos schlecht. Mit dem ersten (Weit-)Schuss der Freiburger brachte Benjamin Chavaillaz sein Team nach 141 Sekunden in Führung. Im Gegensatz zum Spiel im Tessin gelang es den Bündnern aber, begünstigt durch drei Strafen der Gäste, das Spielgeschehen vorübergehend in die Hand zu nehmen. Das erste Powerplay nutzte Andres Ambühl mit einem platzierten Hocheckschuss zum Ausgleich (6.). Danach hatten die Davoser gar die Möglichkeit, während 68 Sekunden in doppelter Überzahl den Führungstreffer anzupeilen. Mit mehreren Glanzparaden verhinderte Fribourg-Goalie Reto Berra jedoch einen Rückstand. So lautete nach elf Minuten zwar das Schussverhältnis 12:2 für den HCD, nach wie vor hingegen 1:1 das Zwischenresultat. Danach brachten die Bündner bis zur ersten Pause keinen einzigen Schuss mehr auf Berras Tor, während die Gäste nur mehrmals gefährlich vor Gilles Senn aufkreuzten.

Gleich zu Beginn des Mitteldrittels überstand der HCD die erste Unterzahlphase problemlos. In der Folge entwickelte sich beidseits ein ziemliches Geknorze mit spielerischen Vorteilen für die Gäste. Typisch dafür war der zweite Freiburger Treffer. Nach einem Schuss von Jonas Holos reagierte Torschütze Lukas Lhotak auf den Abpraller von Senn am schnellsten. 77 Sekunden vor dem zweiten Drittelsende schien der Ausgleich durch Chris Egli perfekt. Die Gäste legten jedoch eine Coaches Challenge ein. Nach minutenlanger Videokonsultation aberkannten die beiden Lindesmen den Treffer, weil sich Ambühl bei der Davoser Angriffsauslösung im Offside befunden hatte.

Auch im letzten Drittel rannten die Platzherren vergeblich an. Häufig blieben sie an der gut positionierten Freiburger Defensive hängen. Oder sonst bedeutete Torhüter Berra Endstadion der Davoser Angriffsbemühungen. So klärte er in der 50. Minute gegen Marc Wieser. Auch in den der Schlussminute, als die Platzherren mit sechs gegen vier Feldspielern (Slater sass auf der Strafbank) den Ausgleich anpeilten, liess sich Berra nicht aus der Ruhe bringen.

Telegramm: Davos – Fribourg-Gottéron 1:2 (1:1, 0:1, 0:0)

Vaillant Arena, Davos. – 4335 Zuschauer. – SR Lemelin/Oggier, Gnemmi/Obwegeser. -

Tore: 3. Chavaillaz (Slater) 0:1. 6. Ambühl (Rödin, Marc Wieser/Ausschluss Rossi plus Strafe angezeigt) 1:1. 30. Lhotak (Holös, Miller) 1:2.

Strafen: 5mal 2 plus 10 Minuten (Pestoni) gegen Davos, 8mal 2 Minuten gegen Fribourg-Gottéron.

Davos: Senn; Du Bois, Heinen; Barandun, Nygren; Jung, Kundratek; Heldner; Marc Wieser, Corvi, Ambühl; Hischier, Lindgren, Rödin; Pestoni, Bader, Meyer; Frehner, Aeschlimann, Egli; Baumgartner.

Fribourg-Gottéron: Berra; Holös, Chavaillaz; Abplanalp, Schilt; Marco Forrer, Schneeberger; Weisskopf; Sprunger, Miller, Lhotak; Rossi, Walser, Bertrand; Mottet, Slater, Marchon; Vauclair, Meunier, Sandro Forrer.

Bemerkungen: Davos ohne Kessler, Paschoud, Payr, Sandell, Stoop, Dino Wieser (alle verletzt), Lindbäck (überzähliger Ausländer), Buchli, Portmann, Weder (alle Partnerteam Ticino Rockets) und van Pottelberghe (Kloten). Fribourg-Gottéron ohne Bykow, Furrer, Schmutz, Stalder (alle verletzt) und Micflikier (überzähliger Ausländer). – Treffer von Egli nach Coaches Challenge annulliert (39.). – Timeout Davos (59.).

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