rien ne va plus im Spiel gegen Langnau

Der HC Davos konnte in keiner Weise an die Leistung vom Freitag anknüpfen und verlor zu Hause gegen die SCL Tigers diskussionlos mit 0:7. 

Bereits im 1. Drittel waren es die Gäste aus dem Emmental, die mit der ersten richtigen Abschlussmöglichkeit Lindbäck mit einem Ablenker bezwingen konnten (5.). Danach war es aber vor allem der HCD, der offensive Akzente setzte. Die richtig hochkarätigen Torchancen waren aber rar, zu verspielt und zu kompliziert suchten die Davoser den Abschluss. Und wenn Davos richtig aufs Gaspedal drückte, wie zum Beispiel im Überzahlspiel in der 12. Minute, scheiterten sie an der aufopfernd kämpfenden Langnauer Defensive und ihrem Goalie Damiano Ciaccio.

An guten Ausgleichsmöglichkeiten mangelte es dem HCD auch im mittleren Abschnitt vorerst nicht. Doch wie die alte Binsenwahrheit "Wer die Tore vorne nicht macht, kriegt sie hinten rein" voraussagt, waren es wiederum die Gäste, die den HCD danach Mal für Mal eiskalt erwischten. In der 24., der 35. und der 37. Minute nützen sie drei ihrer Torchancen und demonstrierten damit, wie eine effektive Chancenauswertung aussieht. Der HCD wurde spätestens zu diesem Zeitpunkt für seine zu komplizierte Spielweise hart bestraft. Auch das am Freitag noch so gelobte Defensivspiel funktionierte gegen die Langnauer leider nicht mehr. Wiederum wenig überzeugend war auch das Überzahlspiel der Davoser. Bei den insgesamt sechs Überzahlminuten gelang es auch im fünften Spiel nicht, den ersten Powerplaytreffer zu erzielen. 

Wer im letzten Drittel auf ein Aufbäumen der Hausherren gehofft hatte, wurde arg entäuscht. Fast wehrlos kassierte der HCD nochmals drei Gegentreffer. Das Passpiel, die defensive Zuteilung, die Abschlüsse - nichts funktionierte an diesem Abend. So rutschten die Davoser in eine fast schon historische 0:7-Heimklatsche, die nicht nur die 4'400 HCD-Fans in der Vaillant Arena stirnrunzelnd zurückliess. Auch Arno Del Curto und seine Trainercrew werden sich nach diesem Spiel einige Gedanken machen, wie sie die Mannschaft bis am Dienstag und dem Heimspiel gegen Fribourg-Gottéron, wieder aufbauen können.

Telegramm: HC Davos - SCL Tigers 0:7 (0:1, 0:3, 0:3)

4440 Zuschauer. - SR Lemelin/Müller, Cattaneo/Kovacs. - Tore: 6. Rüegsegger (Glauser) 0:1. 24. Pascal Berger (Gagnon) 0:2. 35. (34:51) Kuonen (Pesonen) 0:3. 37. (36:56) Pascal Berger 0:4. 41. DiDomenico 0:5. 46. Gustafsson (Neukom) 0:6. 54. Gustafsson 0:7. - Strafen: 1mal 2 Minuten gegen Davos, 3mal 2 Minuten gegen die SCL Tigers. - PostFinance-Topskorer: Pestoni; Erni.

Davos: Lindbäck; Du Bois, Jung; Nygren, Paschoud; Heldner, Pay; Stoop; Pestoni, Corvi, Dino Wieser; Marc Wieser, Lindgren, Prince; Egli, Ambühl, Hischier; Meyer, Aeschlimann, Bader; Kessler.

SCL Tigers: Ciaccio; Glauser, Blaser; Erni, Lardi; Cadonau, Huguenin; Leeger; Kindschi; DiDomenico, Gagnon, Pascal Berger; Kuonen, Johansson, Pesonen; Dostoinov, Diem, Nils Berger; Rüegsegger, Gustafsson, Neukom.

Bemerkungen: Davos ohne Barandun und Portmann (verletzt), Sandell, Buchli, van Pottelberghe und Frehner (überzählig). SCL Tigers ohne Peter, Nüssli (alle verletzt) und Elo (überzähliger Ausländer). -Pfostenschüsse: 3. Meyer, 58. Dino Wieser. - Timeout Davos (46.).

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