In Sotschi auf die Welt gekommen

Am letzten Donnerstag reisten die Elite A Junioren mit grosser Vorfreude nach Sotschi (Russland) an den Junior Club World Cup. Aus den Erfahrungen vom letztjährigen Turnier in Jekaterinburg wusste man, dass es mit einer guten Leistung möglich ist, gegen die besten Mannschaften mitzuhalten und auch gewinnen zu können. Doch leider kam in diesem Jahr alles anders als erhofft.

Bereits im ersten Spiel lag man nach 20 Minuten mit 0:5 gegen RedBull Salzburg zurück und alle Träume lösten sich blitzartig in Luft auf. Es war ein Schlag mitten ins Gesicht. Am Ende verlor man das Spiel mit 1:9 und war damit bereits so gut wie ausgeschieden. Es war keine einfache Zeit nach dieser Niederlage. Man musste sich schnell erholen –körperlich und mental-, denn 48 Stunden später stand bereits das nächste Spiel auf dem Programm. Trotz dieser Kanterniederlage raufte sich das gesamte Team auf und wollte eine Reaktion zeigen. Im zweiten Spiel gegen die tschechische Mannschaft aus Trinec sah es auch lange sehr gut aus. Die Davoser bestimmten das Spielgeschehen über weite Strecken, trotzdem folgte dann in der Verlängerung die zweite Niederlage (2:3 n.V.). Es war der nächste Dämpfer, welcher enorm schwer zu verkraften war.

Etwas überraschend zeigten die U20-Junioren im letzten Gruppenspiel gegen den schwedischen Meister dann eine starke Leistung. Phasenweise konnte man sehr viel Druck auf den Gegner erzeugen. Jedoch gelang es den jungen Davosern nicht, die vielen hochkarätigen Chancen zu verwerten. Im Gegenzug erzielten die Schweden drei Tore im Powerplay, was die dritte Niederlage an diesem Turnier herbeiführte.

Damit steht heute für den HCD bereits das letzte Turnierspiel an, das Platzierungsspiel gegen die chinesische Mannschaft Kunlun. Das Spiel beginnt um 18:00 Uhr (CH-Zeit). Hier geht’s zum Live-Stream https://www.youtube.com/watch?v=9733zYSohUs (Anmerkung der Redaktion: Der HCD gewann dieses Spiel mit 5:2)

Kurz vor Ende des Turniers kann man bereits das Fazit ziehen, dass diese Tage in Russland für alle eine sehr lehrreiche Zeit war. «Ich bin überzeugt, dass diese Niederlagen im weiteren Verlauf viel Positives mit sich bringen werden. Im Moment ist es schwer zu verstehen was passiert ist, aber wenn man die richtigen Schlüsse aus diesem Turnier zieht, wird es für alle eine grosse Hilfe sein» sagt der Head Coach Michel Riesen zum Turnier in Russland.