Spengler Cup Sieger 2025!
31.12.2025, 14:43

Der HCD hat den Final des 97. Spengler Cup am Mittwochnachmittag gegen die erneut erfrischend aufspielende College-Auswahl aus Nordamerika mit 6:3 gewonnen. Drei Treffer in den letzten fünf Minuten durch Filip Zadina, Enzo Corvi und Matej Stransky führten zur Entscheidung. Für die Davoser war es der 17. Turniersieg.
„Wenn man in einem Final steht, und das erst noch am Spengler Cup, dann fragt man nicht nach den noch vorhandenen Kräften, dann will man gewinnen“, sagte HCD-Verteidiger Sven Jung im SRF-Fernsehen beim Einlaufen. Das fünfte Spiel innert fünf Tagen für den HCD, die vierte Partie innert sechs Tagen für die College-Auswahl, lautete die konkrete Ausgangslage. Beim HCD kehrte Enzo Corvi fürs Endspiel in die Mannschaft zurück, verzichten musste man hingegen auf den angeschlagenen Nationalverteidiger Michael Fora.
Die Davoser benötigten einige Minuten, bis ihre am Abend zuvor im intensiven Kampf gegen Fribourg-Gottéron arg strapazierten Beine wieder auf Betriebstemperatur waren. Beide Teams begeisterten mit viel Action. Im ersten Powerplay der Partie benötigte Rasmus Asplund nach einem von Enzo Corvi gewonnenen Bully nur drei Sekunden, ehe der Schwede mit einem präzisen Schuss traf. Ihren gefürchteten direkten Zug aufs gegnerische Tor demonstrierten die Nordamerikaner beim 1:1 durch Ryan Walsh (14.). Nur eineinhalb Minuten später leitete Lukas Frick mit einem entschlossenen Vorstoss jenen Angriff ein, den Adam Tambellini mit dem 2:1 krönte.
Wie im ersten landeten die Nordamerikaner auch im zweiten Drittel ein Startfurioso. Nicht alltäglich war jedoch der Ausgleich. Schlitzohr Aiden Fink spielte die Scheibe von hinter dem Tor an HCD-Goalie Sandro Aeschlimann, von wo sie ins Tor abprallte. Fink hatte am Tag zuvor bereits dreimal gegen Sparta Prag getroffen. Es würde nicht überraschen, wenn sein Name eines Tages auch in der NHL auf den Skorerlisten auftauchen würde. Die 6300 Zuschauer sahen ein ständiges Auf und Ab in hohem Tempo sowie noch im Mitteldrittel zwei herrlich herausgespielte Treffer. Tambellini verwertete einen genialen Querpass von Corvi präzise zur dritten Davoser Führung (3:2, 31.). Auf der Gegenseite zauberten die Studenten mit einer Traumkombination, die Jack Musa zum 3:3 vollendete (34.).
Mit den Worten „Spielt schnell und habt Spass!“ schickte Guy Gadowsky seine Studenten fürs dritte Drittel aufs Eis. Die Davoser verpassten während einer vierminütigen Überzahl die erneute Führung. Schliesslich zahlte sich die etwas grössere Durchschlagskraft der insgesamt kräftigeren Gastgeber aus. Bezeichnend dafür war das 4:3. Zunächst setzten sich Simon Ryfors und Calle Andersson hinter dem gegnerischen Tor durch. Nach dessen Pass lief Filip Zadina ein paar Meter und schloss erfolgreich aus dem Handgelenk ab (56.). Brendan Lemieux hatte Torhüter Adam Gajan dabei erfolgreich die Sicht verdeckt. Energisch setzte sich 87 Sekunden später auch Enzo Corvi durch, ehe er zum 5:3 einschoss. Dass Matej Stransky den Empty-Net-Treffer zum 6:3 markierte (58.), war bezeichnend für die starke Saison des tschechischen HCD-Captains.
HCD-Goalie Sandro Aeschlimann sagte nach dem Turniersieg: „Nach der Startniederlage gegen die College-Auswahl wussten wir, wie wir Eishockey spielen müssen. Das haben wir danach in jedem Spiel sehr solid umgesetzt. Es ist einfach grossartig, gemeinsam mit diesen Jungs den Kübel zu holen. Wir haben uns den Spengler Cup Sieg schon vor dem Saisonstart als erstes Ziel gesetzt – das haben wir nun erreicht.“
Für die Davoser gibt es nach dem intensiven Spengler Cup keine wohlverdiente Erholungspause. Bereits am 2. Januar gastiert der souveräne Tabellenführer HCD in Kloten, und am folgenden Abend empfängt er um 19:45 Uhr den HC Ambri-Piotta in der zondacrypto-Arena.
Bild: Keystone




