Starke Reaktion des HCD

Nach der Niederlage gegen den ZSC haben die Davoser postwendend reagiert. Sie besiegten am Dienstagabend die SCL Tigers mit 5:3. Zwei Tore erzielten die Bündner im Powerplay, Mattias Tedenby glänzte mit zwei Treffern und einem Assist.

Die ersten 19 Meisterschaftsspiele hatte der HCD allesamt mit den gleichen sieben Verteidigern bestritten. Jetzt fallen Lukas Stoop und Claude Paschoud aus. Das hatte zur Folge, dass Davyd Barandun und Oliver Heinen gegen die SCL Tigers erstmals in dieser Saison im Davoser Fanionteam in einem Punktespiel zum Einsatz kamen. Auch im Sturm fehlten mit dem verletzten Marc Wieser und Benjamin Baumgartner (in Österreichs U20-Nationalteam) zwei Leistungsträger.

Die Davoser begannen die Partie mit fleissiger Laufarbeit. Sie trafen bei ihren Angriffen aber auf die erwartet kompakte und hartnäckige Langnauer Defensive. Den ersten gefährlichen Abschluss verzeichnete Yannick Frehner (6.). Zur Überraschung der Zuschauer brachte Raphael Kuonen die Gäste in Führung, als HCD-Goalie Sandro Aeschlimann die Sicht verdeckt war (9.). Die Davoser reagierten rasch. Zwei Minuten später schloss Enzo Corvi im ersten Powerplay eine zwingende Kombination von Otso Rantakari über Perttu Lindgren mit dem Ausgleichstor ab. Weil die SCL Tigers ab ihrem Treffer mutiger und konsequenter nach vorne spielten, entwickelte sich eine attraktive Partie. Auf der einen Seite verpasste im Startdrittel Félicien Du Bois aus bester Position das 2:1, auf der anderen Kuonen bei einem Lattenschuss.

Mit einem Kunstschuss brachte Mattias Tedenby den HCD im Mittelabschnitt bereits nach 118 Sekunden in Führung. Den Angriff hatte HCD-Goalie Sandro Aeschlimann mit einem Pass auf Luca Hischier ausgelöst. In der Folge verpassten es die Platzherren während 50 Sekunden in doppelter Überzahl, den Vorsprung aufzuholen. Nach genau 33 Minuten passte es im Powerplay aber wieder: Aaron Palushaj schlenzte den Puck nach Vorarbeit von Rantakari ins Tor. Nur 91 Sekunden später brachte Loic In-Albon mit dem Anschlusstreffer die Spannung wieder zurück in die Partie.

Im Schlussabschnitt verhielten sich die Platzherren geschickt. Sie beschränkten sich nicht auf das Halten des Vorsprungs, sondern griffen konsequent an und schossen auch Tore. Tedenby traf stürzend und entsprechend spektakulär zum 4:2. Und 61 Sekunden später lenkte Thierry Bader einen Schuss von Fabrice Herzog unhaltbar ab. Robbie Earl verkürzte Langnaus Rückstand zwar noch, der Davoser Sieg geriet aber nicht mehr in Gefahr

Telegramm: Davos – SCL Tigers 5:3 (1:1, 2:1, 2:1)

Eisstadion Davos. – 3307 Zuschauer. - SR Salonen/Mollard, Obwegeser/Fuchs.

Tore: 9. Kuonen (Glauser, Diem) 0:1. 11. Corvi (Lindgren, Rantakari/Ausschluss Earl) 1:1. 22. Tedenby (Hischier, Sandro Aeschlimann!) 2:1. 34. Palushaj (Rantakari, Tedenby/Ausschluss Diem) 3:1. 35. In-Albon (Schilt, Cadonau) 3:2. 49. Tedenby (Hischier, Corvi) 4:2. 51. Bader (Herzog) 5:2. 55. Earl (Glauser, Schmutz) 5:3.

Strafen: 4mal 2 plus 10 Minuten (Bader) gegen Davos, 6mal 2 plus 10 Minuten (Diem) gegen SCL Tigers.

Davos: Sandro Aeschlimann; Du Bois, Jung; Rantakari, Guerra; Kienzle, Barandun; Heinen; Ambühl, Lindgren, Palushaj; Hischier, Corvi, Tedenby; Eggenberger, Bader, Herzog; Frehner, Marc Aeschlimann, Dino Wieser; Canova. 

SCL Tigers: Punnenovs; Glauser, Leeger; Cadonau, Schilt; Erni, Lardi; Schmutz, Gagnon, Earl; DiDomenico, Berger, Pesonen; Kuonen, Diem, Neukom; Andersons, In-Albon, Rüegsegger. 

Bemerkungen: Davos ohne Baumgartner (U21-B-WM mit Österreich), Marc Wieser, Paschoud, Buchli, Glarner und Stoop (alle verletzt), Nygren (überzählig) sowie Egli (gesperrt im ersten Spiel nach Rückkehr von Ambri), SCL Tigers ohne Maxwell, Dostoinov und Blaser (alle verletzt) sowie Huguenin (krank). – Dino Wieser und Erni verletzt ausgeschieden (beide 39.) – Lattenschuss Kuonen (16.). – SCL Tigers ab 59:10 ohne Torhüter.

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