Starkes Startdrittel, starkes Boxplay, starker Lindbäck

Der HCD hat am Samstagabend mit einem 3:1 gegen Lugano den fünften Sieg in den letzten sieben Partien errungen. Félicien Du Bois und Andres Ambühl schossen die Bündner im Startdrittel mit 2:0 in Führung. Für die Entscheidung sorgte Magnus Nygren im Powerplay 70 Sekunden vor Spielende. HCD-Goalie Anders Lindbäck glänzte mit einer Abwehrquote von 97,22 Prozent.

24 Stunden nach der 2:5-Niederlage im Ambri zeigte der HCD gegen Lugano die richtige Reaktion. Die Bündner übernahmen sofort die Spielinitiative. Sie verdienten sich das Führungstor redlich. In der 7. Minute traf Félicien Du Bois nach ausgezeichneter Vorarbeit von Andres Ambühl und Perttu Lindgren. Es war Du Bois erstes Tor in der laufenden Meisterschaft; bisher hatte er sich 14 Assistpunkte gutschreiben lassen. In der zweiten Hälfte des Startdrittels kamen die Gäste besser ins Spiel. Sie scheiterten aber jeweils spätestens am aufmerksamen HCD-Goalie Anders Lindbäck. Die Platzherren erhöhten kurz vor der ersten Pause gar ihren Vorsprung mit einem lehrbuchmässigen Konter. Ausgelöst von Du Bois über Anton Rödin vollendete Ambühl zum 2:0, indem er einen Pass zu Lindgren antäuschte, aber selber in Elvis Merzlikins nahe Torecke einschoss.

10:8 zugunsten der Gastgeber lautete im Mittelabschnitt das Schussverhältnis. Der Unterhaltungswert war für die Zuschauer in dieser Phase allerdings gering, gab es doch kaum zwingende Torchancen. Immerhin verhielten sich die Davoser in der Defensive clever. Sie liessen die Luganesi nicht in gute Schusspositionen kommen, so dass Lindbäck nie ernsthaft in Gefahr kam. In diesem recht zerfahrenen Spielabschnitt gelang es allerdings auch den Bündnern nicht, in der Offensive Akzente zu setzen.

Der etwas fahrige Auftritt fand aus Davoser Optik zu Beginn des Schlussdrittels noch eine Steigerung. Da schafften es die Platzherren während 106 Sekunden in doppelter Überzahl nicht, mit einem dritten Treffer die Entscheidung herbeizuführen. Stattdessen erzielte Gregory Hofmann in der 44. Minute das Anschlusstor. Die Davoser waren offensichtlich noch leicht geschockt, war Thierry Bader doch kurz zuvor nach einem nicht geahndeten Foul von Romain Loeffel mit Verdacht auf eine Hirnerschütterung ausgeschieden. Die Bündner fingen sich danach aber wieder auf. Mit totalem Einsatz, cleverem Verhalten und auch dank Lindbäck überstanden sie zwei Unterzahlphasen schadlos. 70 Sekunden vor Spielende gelang den Davosern dann dank eines Weitschussknallers von Magnus Nygren doch noch ein Powerplaytor zum 3:1.

Der HCD schliesst die Regular Season am Montagabend mit dem Heimspiel gegen den EHC Biel ab. Für die Bieler geht es noch um eine möglichst gute Ausgangslage für die Playoffs, Davos seinerseits will seine gute Serie mit fünf Siegen aus den letzten sieben Meisterschaftsspielen erweitern.

Telegramm: Davos – Lugano 3:1 (2:0, 0:0, 1:1)

Vaillant Arena. – 4498 Zuschauer. – SR Stricker/Urban, Duarte/Kaderli.

Tore: 7. Du Bois (Lindgren, Ambühl) 1:0. 19. Ambühl (Rödin, Du Bois) 2:0. 44.

Hofmann (Sannitz, Bürgler) 2:1. 59. Nygren (Rödin, Meyer/Ausschluss Chiesa) 3:1.

Strafen: 6mal 2 Minuten gegen Davos, 7mal 2 Minuten gegen Lugano.

Davos: Lindbäck; Du Bois, Baranduz; Nygren, Buchli; Heldner, Jung; Rödin, Lindgren, Ambühl; Marc Wieser, Baumgartner, Meyer; Pestoni, Aeschlimann, Hischier; Frehner, Bader, Kessler; Wetter.

Lugano: Merzlikins; Loeffel, Chorney; Chiesa, Wellinger; Ulmer, Jecker; Ronchetti; Bürgler, Sannitz, Hofmann; Lapierre, Lajunen, Klasen; Bertaggia, Morini, Jörg; Walker, Romanenghi, Reuille; Fazzini.

Bemerkungen: Davos ohne Corvi, Egli, Paschoud, Portmann, Sandell, Stoop, Dino Wieser (alle verletzt), Kundratek, Payr (beide krank) und Heinen (HCD-Elite-Junioren). Lugano ohne Cunti, Riva (beide verletzt), Vauclair (krank) und Haapala (überzähliger Ausländer). – Bader verletzt ausgeschieden (44.). – Timeouts: Davos (55.); Lugano (59./Coaches Challenge).

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