Unglaublich - 6. Sieg in Folge

Der HCD gewinnt sein 6. Spiel in Folge. Gegen Lausanne mussten die Bündner über die Penaltyentscheidung, nachdem den Waadtländern 53 Sekunden vor Spielende noch der Ausgleich gelungen war.

Davos startete mit einem deutlichen Chancenplus in die Partie und war in den ersten zehn Minuten die bessere Mannschaft, ohne sich dabei allerdings zwingende Torchancen zu erspielen. Trotzdem hatten Frehner, Aeschlimann oder auch Herzog den Führungstreffer auf dem Stock. Lausanne kam nach einem ersten Überzahlspiel in der 12. Spielminute besser in die Partie und übernahm vorübergehend das Zepter. Der eine Treffer durch Froidevaux kurz nach einem Powerplay (15.) war aus Waadtländer Sicht eine zu kleine Ausbeute aus dieser starken Phase, die auch zu Beginn des 2. Drittels noch anhielt.

Es brauchte seinerseits ein Überzahlspiel für den HCD, um die Davoser aus der Lausanner Umklammerung zu befreien. Ein Überzahlspiel, dass nicht nur den Ausgleich durch Palushai einbrachte (26.), sondern auch die Kräfteverhältnisse erneut wendete. Nun waren es wieder die Bündner, die dem Spiel den Stempel aufdrückten und deshalb in der 39. Minute verdient durch Rantakari in Führung gingen. Der Handgelenkschuss von der blauen Linie war der siebte Treffer des Finnen im 14. Spiel, der nun als Verteidiger einen Schnitt von 0.5 Treffer/Spiel vorweisen kann. Eine bemerkenswerte Statistik.

Wie in den letzten drei Partien gegen Ambri, Rapperswil und Lausanne führte der HCD also nach zwei Dritteln und ging ebenfalls wie in den letzten drei Partien sogar 3:1 in Führung. Marc Wieser stocherte in der 48. Minute die Scheibe irgendwie ins Lausanner Tor. Doch als nur Sekunden später den Waadtländern der Anschlusstreffer gelang, war es in der Schlussphase wieder dieselbe enge Kiste, wie es in den letzten drei Partien ebenfalls auch immer wurde. 3:2 und zwei Mal 4:3 konnte man diese letzten Spiele gewinnen, dieses Mal gelang dem Gegner noch der Ausgleich. 53 Sekunden vor der Sirene traff Genazzi, nachdem Torhüter Stephan einem sechsten Lausanner Feldspieler Platz gemacht hatte.

So kam es zur Overtime, in der Joren van Pottelberghe seine sonst schon Klasse-Leistung mit weiteren Big Saves krönte. Weil auch der HCD seine Top-Chancen in dieser 3 gegen 3-Ausmarchung nicht nutzte, musste das Penaltyschiessen entscheiden. Als Benjamin Baumgartner als fünfter und letzter Schütze Anlauf nahm, hatten Moy für Lausanne und Tedenby für Davos jeweils getroffen. Und der Benjamin im Davoser Team entschied die Partie im Stile eines Routiniers, eiskalt und ganz ganz sicher.

Daraus resultierte der 6. Sieg in Folge (mit dem Cupspiel gegen Lugano sogar der 7.) und ein unglaublicher Punkteschnitt von 2.07 Punkten in 14 Meisterschafts-Spielen. Zum Glück kommt jetzt die Natipause, denn dieser Saisonstart muss man als HCD-Fan zuerst einmal verarbeiten. Und mancher wird sich dabei wohl in den Arm kneifen.

Telegramm: Lausanne - Davos 3:4 (1:0, 0:2, 2:1, 0:0) n.P.

7654 Zuschauer. - SR Lemelin/Mollard, Progin/Obwegeser.

Tore: 15. Froidevaux (Lindbohm, Kenins) 1:0. 26. Palushaj (Lindgren, Corvi/Ausschluss Nodari) 1:1. 39. Rantakari (Paschoud) 1:2. 48. (47:02) Marc Wieser (Palushaj) 1:3. 48. (47:59) Lindbohm (Herren, Jeffrey) 2:3. 60. (59:07) Genazzi (Jeffrey, Junland) 3:3 (ohne Torhüter).

Penaltyschiessen: Herren -, Corvi-; Bertschy -, Palushaj -; Moy 1:0, Tedenby 1:1; Almond -, Ambühl -; Jeffrey -,
Baumgartner 1:2.

Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Lausanne, 3mal 2 Minuten gegen Davos.

Lausanne: Stephan; Lindbohm, Frick; Heldner, Junland; Nodari, Genazzi; Oejdemark; Bertschy, Emmerton, Kenins; Vermin, Jeffrey, Herren; Moy, Jooris, Almond; Antonietti, Froidevaux, Leone; Traber.

Davos: Van Pottelberghe; Du Bois, Jung; Stoop, Guerra; Rantakari, Paschoud; Kienzle; Marc Wieser, Lindgren, Palushaj; Hischier, Corvi, Tedenby; Herzog, Baumgartner, Ambühl; Frehner, Marc Aeschlimann, Dino Wieser; Eggenberger.

Bemerkungen: Lausanne ohne Grossmann (verletzt) und Wärn (überzähliger Ausländer), Davos ohne Buchli, Nygren, Glarner, Heinen (alle verletzt), Meyer, Bader (überzählig), Barandun (U20-Nati), Portmann, Wetter (Rockets).
Pfostenschuss Emmerton (21.). Timeout Lausanne (58.) und von 58:28 bis 59:07 ohne Torhüter.
 

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