Van Pottelberghes Shutout und Simions Hattrick

Mit einer defensiv souveränen Mannschaftsleistung, einem zum Teil mirakulösen Joren van Pottelberghe im Kasten und dem Hattrick von Dario Simion gelang dem HCD beim dritten Auftritt am Kazakhstan-Presidents-Cup der erste Sieg.

Der souveräne Erfolg gegen das KHL-Team aus Wladiwostok kam durch eine geschlossene gute Mannschaftsleistung zustande, wie fast immer im Eishockey. Trotzdem waren es bei Spielschluss zwei Davoser, die von ihren Mannschaftskollegen besonders gefeiert wurden. Zum einen der Torhüter. Joren van Pottelberghe, der turnusgemäss im Davoser Kasten stand, musste zwar lange Zeit nicht über sich hinauswachsen, um seinen ersten Saison-Shutout zu bewerkstelligen. Vor allem aber im letzten Drittel, als der Davoser Sieg längst feststand und die Russen vehement wenigstens auf den Ehrentreffer drückten, zeigte van Pottelberghe mit einigen mirakulösen Paraden sein Können. Und dann war da der Auftritt von Dario Simion. Mit drei Toren, davon zwei präzise und sehenswerte Hochecktreffer, stach der stille Tessiner offensiv aus dem starken Kollektiv heraus. 

Schwieriger Beginn, starke Reaktion

Davos wurde gleich zu Beginn des Spiel defensiv gefordert, auch wegen einem frühen Unterzahlspiel bereits in der 2. Spielminute. Es sollte die erste von vielen Strafen auf beiden Seiten werden. Ab der 5. Spielminute, und der ersten Strafe gegen Wladiwostok, glich sich das Geschehen auf dem Eis aus. Bis zum ersten Treffer der Partie in der 11. Minute hatten beide Teams je zwei Überzahlspiele ungenutzt gelassen, wobei vor allem die Davoser Defensive einen starken Eindruck hinterliess. Simions Führungstreffer, nach einen genialen Pass von Broc Little, kam zwar etwas überraschend zustande. Als nur wenige Sekunden später aber Ambühl durch die ganze russische Hintermannschaft tanzte und danach Marc Wieser zum 2:0 mustergültig bediente, war die Davoser Führung mehr als verdient. Durch Simions Tore Nummer 2 und 3 an diesem Nachmittag, einem Powerplaytreffer in der 24. und einen weiteren Hockecktreffer in der 36. Minute, war das Spiel nach zwei Dritteln eigentlich entschieden.

Viele Strafen, müde Beine und Keilereien

Im letzten Abschnitt war es offensichtlich, dass beide Teams dem dritten Spiel innert vier Tagen Tribut zollten. Die Russen versuchten, den für sie frustrierenden Spielstand und die müden Beine durch Härte und Keilereien zu kompensieren. Dank der sehr guten Leistung der Schiedsrichter, die diese Provokationen konsequent bestraften, und einem wie bereits beschriebenen starken van Pottelberghe brachte der HCD das 4:0 am Ende aber sicher nach Hause.

Telegramm: HC Davos - Admiral Wladiwostok 4:0 (2:0, 2:0, 0:0)
Tore: Simion (3), Marc Wieser.

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