Viel Aufwand - null Ertrag

Es war definitiv nicht der Abend des HCD. Ohne viel falsch zu machen verlor man in Genf mit 0:3. 

Davos kam nur zu Beginn des Spiels richtig unter Druck. Müde Beine von der langen Carfahrt sollen aber nicht als Ausrede gelten, denn Genf kam wie ein typischer Underdog aus der Kabine und suchte sein Heil sofort vehement im Angriff.  Der HCD überstand diese Phase aber einigermassen souverän und fand ab der 12. Spielminute besser ins Spiel. Kurz darauf war es Simion, der die erste richtige Chance für den HCD hatte, aber nicht nutzen konnte. Mitten in dieser kleinen, aber stetigen Leistungssteigerung der Bündner, gelang Genf kurz vor der ersten Pause der Führungstreffer.

Die Davoser liessen sich dadurch aber keineswegs beirren und setzten ihre Angriffsbemühungen weiter fort. Doch ungenaue Pässe, zu komplizierte Aktionen im Spielaufbau und eine aufopfernde Genfer Hintermannschaft liess die Davoser ein ums andere Mal vergebens anrennen. Auch die insgesamt vier Überzahlsituation liess man ungenutzt verstreichen. Ganz im Gegensatz zu Servette, dass in seinem einzigen Powerplay im Mittelabschnitt zum 2:0 traf (29. Minute).

Kurz vor der 2. Sirene kamen dann endlich die ganz grossen Chancen für die Davoser. Doch weder Kousal (35.), noch Jörg (39.) oder Sciaroni (40.), er traf den Pfosten, konnten ihre Möglichkeiten zum so wichtigen Anschlusstreffer nutzen.

So blieben 20 Minuten, das Resultat zu korrigieren. Und Davos unternahm viel, rannte fast pausenlos auf das Genfer Gehäuse an und kam auch zu einigen, wenn auch nicht zu den ganz klaren Tormöglichkeiten. Die Servettien verteidigten ihr eigenes Drittel vehement und schirmten ihren Goalie Mayer gut ab. Ihr dritter Treffer kurz vor Schluss, als Arno Del Curto seinen Goalie zugunsten eines sechsten Feldspielers rausgenommen hatte, spielte dann für den HCD auch keine Rolle mehr.

Bei den Davosern fehlten heute die überraschenden Spielzüge, die zündenden Ideen und sicher auch das nötige Glück, um nach der 440 km langen Anreise auf die ebensolange Rückreise Punkte mitzunehmen. 

Telegramm: Genève-Servette - Davos 3:0 (1:0, 1:0, 1:0) 
4869 Zuschauer. - SR Stricker/Vinnerborg, Altmann/Gnemmi. 
Tore: 19. Simek (Richard, Schweri) 1:0. 29. Wick (Richard, Fransson/Ausschluss Kindschi) 2:0. 59. Wick (Kyparissis) 3:0 (ins leere Tor). 
Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Genève-Servette, 2mal 2 Minuten gegen Davos. 

Genève-Servette: Mayer; Petschenig, Tömmernes; Vukovic, Fransson; Loeffel, Bezina; Mercier, Arnaud Riat; Schweri, Richard, Simek; Wick, Hasani, Damien Riat; Traber, Rubin, Kyparissis; Holdener, Heinimann, Impose. 

Davos: van Pottelberghe; Barandun, Du Bois; Aeschlimann, Nygren; Schneeberger, Paschoud; Jung, Kindschi; Simion, Corvi, Little; Marc Wieser, Ambühl, Dino Wieser; Sciaroni, Kousal, Jörg; Kessler, Walser, Egli. 

Bemerkungen: Genève-Servette ohne Bays, Gerbe, Spaling, Jacquemet, Romy, Almond, Rod, Maillard, Douay (alle verletzt) und da Costa (überzählig), Davos ohne Eggenberger (krank), Lindgren und Heldner (beide verletzt), Grossniklaus und Forrer (beide überzählig). NL-Debüt von Arnaud Riat (18). Pfostenschuss Sciaroni (40.). Timeout Davos (59.). Davos von 58:25 bis 58:39 ohne Torhüter.

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