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Nach einer weitgehend ungenügenden Leistung hat der HC Davos am Sonntagnachmittag sein Heimspiel gegen Genève-Servette mit 1:4 verloren. Die ersten drei Gegentreffer entstanden nach groben individuellen Schnitzern der Platzherren. Auch das Davoser Powerplay war an diesem Nachmittag wirkungslos.

Nach dem langen Spiel in Kloten am Samstagabend mit dem späten 5:4-Sieg im Penaltyschiessen kam der HC Davos gegen Servette nie in die Gänge. Unzählige Missverständnisse und Fehlpässe prägten das Spiel der Platzherren. Mit einem missglückten Zuspiel auf Magnus Nygren leitete Sven Jung das 0:1 ein, das Stéphane Da Costa im Nachschuss erzielte (5.) Weitere Gegentreffer verhinderte HCD-Torhüter Gilles Senn vorerst gegen die allein anstürmenden Nick Spaling und Daniel Rubin, als die Bündner schlecht positioniert waren. Aber auch in der Vorwärtsbewegung passte bei Davos praktisch nichts zusammen. So blieben selbst 51 Sekunden in doppelter Überzahl ungenutzt.

Gegen Ende des Startdrittels schienen sich die Davoser aufzufangen. Da gelangen ihnen einige sehenswerte Kombinationen. Das Aufbäumen entpuppte sich aber nur als kurzes Strohfeuer. Denn 15 Sekunden nach der ersten Pause liess Senn einen harmlosen Schuss von Damien Riat zum 0:2 passieren. Und vor dem dritten Gegentreffer passte Nygren völlig unbedrängt, aber pfannenfertig auf den Torschützen Da Costa. So war der Match bereits nach 24 Spielminuten entschieden. Denn die Bündner fanden gegen die aufsässigen Genfer, die am Donnerstagabend ihre letzte Partie bestritten hatten und bereits am Samstag nach Davos angereist waren, kein Rezept. Typisch für den desolaten Auftritt der Platzherren war, dass selbst im Powerplay bei total neun Zweiminutenstrafen der Genfer nichts zusammenpasste. So liessen die Davoser am Ende des zweiten Drittels eine zweite doppelte Überzahlchance, diesmal während 88 Sekunden, ohne nennenswerte Torchance verstreichen.

Im Schlussabschnitt erhöhte Da Costa zunächst mit seinem dritten Tor den Vorsprung auf 4:0. Gut vier Minuten vor Spielende trafen die Davoser dann doch noch. Anton Rödin lenkte einen Weitschuss von Nygren zum Ehrentreffer ab. Damit vermasselte er dem starken Genfer Torhüter Robert Mayer den zweiten Shutout in der laufenden Meisterschaft gegen Davos.

Telegramm: Davos – Genève-Servette 1:4 (0:1, 0:2, 1:1)

Vaillant Arena. – 4276 Zuschauer. – SR Urban/Wehrli, Bürgi/Stuber.

Tore: 5. Da Costa (Romy) 0:1. 21. (20:15) Riat (Wick) 0:2. 24. Da Costa 0:3. 51. Da Costa (Spaling) 0:4. 56. Rödin (Nygren, Corvi) 1:4.

Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Davos, 9mal 2 plus 10 Minuten (Riat) gegen Genève-Servette.

Senn; Du Bois, Paschoud; Nygren, Jung; Schneeberger, Aeschlimann; Heldner, Grossniklaus; Marc Wieser, Corvi, Ambühl; Rödin, Kousal, Little; Eggenberger, Egli, Dino Wieser; Simion, Walser, Portmann.

Genève-Servette: Mayer; Vukovic, Fransson; Petschenig, Tömmernes; Loeffel, Bezina; Jacquemet; Mercier; Wick, Hasani, Riat; Schweri, Romy, Simek; Da Costa, Richard, Spaling; Traber, Rubin, Heinimann.

Bemerkungen: Davos ohne Jörg (krank), Kessler, Lindgren, Sciaroni (alle verletzt) und Kindschi (überzählig). Genève-Servette ohne Antonietti, Bays, Douay, Gerbe, Massimino, Almond und Rod (alle verletzt). – 19. Hasani verletzt ausgeschieden. – Timeout Davos (24.).

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