«Wir wollen das letzte Spiel der Saison gewinnen.»
3.2.2026, 15:45

Die freien Tage in dieser Woche hat sich der HCD redlich verdient. Mit einer Galavorstellung im Spitzenkampf gegen Fribourg-Gottéron verabschiedete sich das Team am Sonntag in die Olympiapause. Beim 5:2-Sieg sprengten die Davoser die 100-Punkte-Marke.
Artikel Davoser Zeitung (03.02.26)
Der HCD zeigte im Duell mit dem zweitklassierten Fribourg seine bislang beste Saisonleistung. Defensiv liess er kaum etwas anbrennen, agierte hoch fokussiert, spielte wie aus einem Guss und überzeugte im Offensivspiel mit Tempo und Spielwitz. Als die Freiburger im Schlussdrittel beim Stand von 2:4 eigentlich den Turbo für ihre Aufholjagd hätten zünden müssen, gestatteten die Platzherren den Gästen insgesamt nur fünf Torschüsse auf Sandro Aeschlimann. Auf die Frage, ob er gegen Fribourg den perfekten Auftritt seiner Mannschaft gesehen habe, schränkte HCD-Coach Josh Holden nur wenig ein: «Nein, das war nur während 55 Spielminuten der Fall. In den letzten fünf Minuten des Startdrittels gewährten wir Fribourg zu viele Spielanteile. Bei fünf gegen fünf haben wir uns aber über die gesamte Partie hinweg auf dem ganzen Eis sehr smart verhalten. Bei den beiden Gegentoren in Unterzahl sprang der Puck für den Gegner – da hatte er etwas Glück.» Holden ergänzte: «Zufrieden bin ich mit der Leistung auch, wenn man bedenkt, dass dieses Spitzenspiel seit Dienstag bereits unser viertes Spiel innert sechs Tagen war und wir alle vier Partien gegen Lugano, Zug, Bern und Fribourg gewonnen haben. Ja, wir hatten wirklich eine gute Energie.»
100-Punkte-Marke gesprengt
Nach 46 von 52 Partien in der Regular Season hat der HCD 102 Punkte auf dem Konto. Das zweitklassierte Gottéron liegt bereits 14 Zähler zurück. Holden misst dieser Dominanz jedoch keine allzu grosse Bedeutung bei: «Wir wollen das letzte Spiel der Saison gewinnen. Bis dorthin ist es noch ein langer Weg. Die Automatismen funktionieren bereits gut, jetzt gilt es, an den Details zu feilen. Die Olympiapause ist eine gute Gelegenheit, alles nochmals zu überprüfen und zu schauen, wo wir noch einen Zacken zulegen können.» Nur noch Formsache ist der «Quali-Sieg». Holden setzt allerdings andere Schwerpunkte: «Wichtig ist für mich, wie sich die Jungs mit und ohne Puck, auf und neben dem Eis verhalten – aber auch im Kraftraum und in der Kabine, und zwar jeden Tag. Wie sie leben und was sie machen. Wenn sie jeden Tag besser werden wollen, geben sie der ganzen Mannschaft die Möglichkeit, ebenfalls besser zu werden.»
«Den Kopf klar bekommen»
Seit Sonntagabend herrscht in der National League Olympiapause. Trotz des guten Laufs trauert Holden dem Meisterschaftsunterbruch nicht nach: «Die Spieler sind Profis, sie können mit dieser Pause umgehen. Wir werden während des Breaks nicht auf der faulen Haut liegen. Nach der Olympiapause stehen in der Regular Season noch einige Spiele an. Da werden wir genügend Gelegenheiten haben, an der Bestform zu feilen. Zunächst brauchen die Spieler aber eine Pause, um den Kopf wieder klar zu bekommen.»
In dieser Woche ist beim HCD komplett trainingsfrei. In der kommenden Woche trainieren von Dienstag bis Freitag jene Spieler, die nicht an den Olympischen Spielen teilnehmen – Michael Fora und Simon Knak (Schweiz), Matej Stransky (Tschechien) sowie Enzo Guebey (Frankreich). Am darauffolgenden Wochenende ist nochmals frei. In der dritten Woche plant Holden vier Trainingstage. Dazu kommt am 20. Februar ein Testspiel gegen Lugano in der zonacrypto-Arena. Die Meisterschaft nimmt der HCD am Dienstag, 24. Februar, mit einem Heimspiel gegen die SCL Tigers wieder auf.




