ZWEI KNÜLLER ZUM AUFTAKT

Die Turnierfavoriten eröffnen am 26. Dezember den 92. Spengler Cup. Am Nachmittag (15.00 Uhr) spielt Metallurg Magnitogorsk gegen Ocelari Trinec. Und am Abend (20.15 Uhr) kommt es zum Duell der Erzrivalen Team Canada gegen den HC Davos.

Metallurg Magnitogorsk macht aus seinen Ambitionen keine Mördergrube. Die Russen kommen nach Davos, um den Spengler Cup zu gewinnen. Letztmals nahm das Team 2005 am Turnier teil und gleich auch die Siegertrophäe nach Hause. Die Mannschaft ist höchst prominent besetzt. Torhüter Wasili Koschechkin und Stürmer Sergei Mozjakin sind amtierende Olympiasieger. Sieben Spieler weisen NHL-Erfahrung auf, unter ihnen Nikolai Kuljomin, der US-Amerikaner Nick Shore, der Schwede Dennis Rasmussen, der Finne Iiro Pakarinen und der Kanadier Matt Ellison. Und neun Metallurg-Akteure standen schon an Weltmeisterschaften im Einsatz. Trainiert wird die Mannschaft vom Tschechen Josef Jandac.

Im Eröffnungsspiel des 92. Spengler Cups trifft Jandac ausgerechnet auf den aktuellen Tabellenführer der tschechischen Meisterschaft, auf Ocelari Trinec. Auch der Spengler-Cup-Neuling bringt ein prominentes Kader nach Davos. Torhüter Simon Hrubec wurde letzte Saison als MVP der Champions Hockey League ausgezeichnet. Captain Lukas Krajicek bestritt mehr als 350 Partien in der NHL. Martin Ruzicka zählt seit Jahren zu Stamm der tschechischen Nationalmannschaft. Und kurz vor Weihnachten hat sich Trinec mit Tomas Kundratec weiter verstärkt. Mit dem Duell zwischen den beiden osteuropäischen Spitzenteams wird der 92. Spengler Cup gleich auf höchstem Niveau lanciert.

Am Abend des 26. Dezembers kommt es zum Spengler-Cup-Klassiker zwischen dem HC Davos und dem Team Canada. Beide Mannschaften haben das Turnier 15 Mal gewonnen.  Bei Titelverteidiger Canada figurieren fünf Spieler aus dem letztjährigen Siegerteam und 13, die bei Klubs in der Schweiz engagiert sind. 19 der Kanadier bestritten insgesamt mehr als 6000 NHL-Partien. Die Liste wird von Dominic Moore (998 NHL-Partien) vor Kevin Biesca (894) und Daniel Winnik (861).

Der HC Davos scheint seine Form nach einer bisher schwierigen Saison gerade rechtzeitig gefunden zu haben. Unter dem neuen Trainer Harijs Witolinsch tankte er am vergangenen Wochenende mit Meisterschaftssiegen gegen Fribourg-Gottéron und Ambri Moral und Selbstvertrauen. „Am Spengler Cup müssen wir gute Leistungen bringen. Wir sind Gastgeber. Die Zuschauer wollen tolle Spiele sehen“, sagt Witolinsch und ergänzt: „Wir bereiten uns gut vor und müssen unsere beste Leistung abrufen, wenn wir gewinnen wollen.“

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