Auf Wiedersehen Joren

Joren van Pottelberghe hat in der vergangenen Saison mit einer Abwehrquote von 91,64 Prozent seinen redlichen Teil zum gelungenen Neubeginn beim HCD beigetragen. In Zukunft kämpft er um den Nummer-1-Platz im Tor des EHC Biel.

Als Leonardo Genoni 2016 zum SC Bern wechselte, ersetzte der HCD den Erfolgsgaranten durch zwei Talente. Gilles Senn hatte in vielen gemeinsamen Trainings mit Genoni viel gelernt, in der NLA jedoch noch kaum gespielt. Und Joren van Pottelberghe durchlief von 2013 bis 2016 in Schweden die Nachwuchsabteilung bei Linköping. Nach Davos kam er aber noch ohne Meisterschaftserfahrung im Erwachsenen-Hockey. Der Sohn belgischer Einwanderer hatte im Frühling 2015 die Schweiz an der U18-WM bis in den Halbfinal gehext. Ein paar Wochen später war er im NHL-Draft von den Detroit Red Wings gezogen worden.

Beim HCD puschten sich Senn und van Pottelberghe in den beiden ersten Saisons gegenseitig. In der Saison 2018/19 hütete van Pottelberghe leihweise das Tor des EHC Kloten, nachdem Davos kurzfristig den schwedischen Goalie Anders Lindbäck verpflichtet hatte. Van Pottelberghe kehrte darauf zum HCD zurück mit einer Ausstiegsklausel für die NHL. In der abgelaufenen Saison entwickelte er sich in Davos genauso wie sein neuer Torhüterpartner Sandro Aeschlimann zu einem zuverlässigen Rückhalt für die Mannschaft. Die beiden Goalies leisteten ihren redlichen Anteil, dass der HCD die Qualifikation auf dem ausgezeichneten dritten Rang abschloss. Sie kamen alternierend zum Einsatz. Van Pottelberghe verzeichnete in 25 Meisterschaftsspielen die gute Abwehrquote von 91,64 Prozent aller Schüsse.

Bereits im Januar unterschrieb van Pottelberghe für die beiden kommenden Saisons beim EHC Biel. Pikant: Im Seeland tritt er die Nachfolge von Jonas Hiller an, der von 2004 bis 2007 den HCD zu zwei Meistertiteln gehext hatte. Darauf wechselte er zu den Anaheim Ducks in die NHL. Nach erfolgreichen Jahren in Nordamerika kehrte Hiller 2016 in die Schweiz zum EHC Biel zurück. Vielleicht wird Biel zum NHL-Sprungbrett für van Pottelberghe. Biels Chefscout Thomas Roost verspricht sich viel vom bisherigen HCD-Goalie: „Joren van Pottelberghe entspricht in vielerlei Hinsicht einem modernen Hockey-Goalie. Er ist gross gewachsen und spielt einen soliden Butterfly-Stil. Seine Beinarbeit ist überdurchschnittlich und seine Verschiebungen – speziell mit den Beinschonern – sind elegant und leichtgängig. Seine Balance und die Spielübersicht sind ebenfalls positiv zu vermerken“, sagte Roost dem „Bieler Tagblatt“, als der Klub die Vertragsunterzeichnung (ohne NHL-Ausstiegsklausel) meldete.

Die ganze HCD-Familie wünscht Joren von Herzen alles Gute bei seinem nächsten Schritt Richtung NHL. Wir werden Joren nicht nur als zuverlässigen Goalie auf dem Eis, sondern auch als einen wichtigen Teamplayer und grossartigen Menschen in der Garderobe vermissen.

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