The new ones: #46 Dominik Egli | Hockey Club Davos

News - The new ones: #46 Dominik Egli

Hinter vorgehaltener Hand wird gemunkelt, dass Dominik Egli schon als kleiner Junge in blaugelber Bettwäsche mit Steinbocksujet schlief. Selbst als er schon fast Profi bei Kloten war, lag diese Bettwäsche noch irgendwo in seinem Schrank. Nun trägt der heiss umworbene Verteidiger auch auf dem Eis Blaugelb - und das für mindestens die nächsten drei Saisons. 
Er war der begehrteste Schweizer Verteidiger, der in diesem Frühjahr auf dem Transfermarkt gehandelt wurde – Dominik Egli. Der erst 22-Jährige schaffte es in den abgelaufenen zwei Saisons bei den Rapperswil-Jona Lakers nicht nur zum NL-Stammspieler, sondern etablierte sich mit seinen Pass- und Schussskills auch als gefährliche Waffe im Powerplay. «Ich bin ein Offensiv-Verteidiger mit viel Zug in die gegnerische Zone. Wahrscheinlich weil ich bis zu den Novizen noch als Stürmer spielte. Erst danach wurde ich in die Defensive beordert», beschreibt der Juniore-Internationale seinen Werdegang. Unter anderem dieses offensive Denken verhinderte aber wahrscheinlich auch die erste WM-Teilnahme des ambitionierten Thurgauers mit der A-Nationalmannschaft. Schon in Riga gelandet, musste er als einer der letzten das Team-Hotel der Nationalmannschaft wieder verlassen. «Ein zweites Mal will ich es nicht erleben, dass ich den letzten Cut nicht schaffe. Ich glaube aber, dass im diesjährigen Kader zu viele Offensivverteidiger waren. Beispielsweise Raphael Diaz, Santteri Alatalo oder auch Ramon Untersander. An diesen arrivierten Kräften vorbeizukommen ist natürlich nicht ganz einfach.»
Es war bis dahin die wahrscheinlich grösste Enttäuschung in der Karriere des jungen Egli, die sonst meist steil nach oben zeigte. Von Thurgau zu Kloten, wo er bereits als 18-Jähriger das Debut in der 1. Mannschaft gab, über Biel nach Rapperswil, wo der endgültige Durchbruch erfolgte. Mit 64 Punkten aus 101 NL-Partien zog der kräftige Verteidiger in den letzten zwei Saisons natürlich viel Interesse auf sich. Dass sich Dominik Egli für den HC Davos entschied sorgte weitherum für Aufsehen. «Ich bekam bei Rappi schnell viel Verantwortung und auch viel Eiszeit. Deshalb waren diese Statistiken möglich. In Davos will ich nun den nötigen nächsten Schritt machen. Ich will mich weiterentwickeln und besser werden. Ich bin mir sicher, dass ich mit den starken Mitspielern in Davos nochmals etwas rausholen kann», begründet Egli seine Wahl. Natürlich lockte auch der Ruf aus dem Ausland, doch aufgrund von Covid seien die Gespräche sehr schleppend verlaufen. Davos konnte «Eggs» schlussendlich das geben, was er wollte: in erster Linie einen langfristigen Vertag. «Ich kenne auch Wolwo schon aus den Nationalmannschaften und weiss, wie er mit Jungen arbeitet. Zudem glaube ich fest daran, dass wir hier in Davos eine Mannschaft haben, die viel erreichen kann», blickt Egli voraus. 
Momentan absolviert Egli noch die Rekrutenschule in Magglingen und darf jeweils am Donnerstagabend nach Hause, um am Freitag mit der Mannschaft auf dem Eis zu trainieren. Gleichzeitig hat er bereits zusammen mit seiner Freundin eine Wohnung in Davos bezogen: «Sie wird dann ebenfalls hier in Davos arbeiten. Das wird sicher spannend, zusammen dieses Abenteuer zu erleben», freut sich Egli. Und auch seine Familie sei sehr verbunden mit dem Bergclub. «Bei uns war nach Heiligabend traditionellerweise Spengler Cup-Zeit. Meine ganze Familie ist HCD-Fan und sie freuen sich wie ich auf die Spiele hier in der Meisterschaft und natürlich am Spengler Cup. Das wird super!» Die Vorfreude auf die neue Herausforderung ist beim Verteidiger spürbar. Und die Ambitionen auch. «Es wird Zeit, dass Davos wieder zuoberst steht», sagt die neue #46  in vollem Ernst zum Schluss des Interviews.

... und dann noch - drei ungewöhnliche Fragen:

Wenn du ein Lebensmittel wärst, welches wäre es?
Hmm… ich denke wegen meinem Namen würde ich einen Fisch nehmen. Ich bin auch wirblig und ich mag Wasser, deshalb wäre ich ein Fisch. (lacht)

Was kochst du, wenn du Freunde zu Gast hast?

Ich würde versuchen, ein Filet im Teig zu machen mit Kartoffeln zum Beispiel. Ich habe das an Silvester erstmals versucht und es war lecker! Zur Vorspeise serviere ich einen Salat.

Wenn dein Leben verfilmt wird, welcher Schauspieler würde dich spielen?
Ich habe mir im Sommer mal die Haare ganz kurz geschnitten und viele meiner Freunde haben dann gesagt, dass ich aussehe wie Wentworth Miller alias Michael Scofield von Prison Break. Deshalb nehme ich ihn. Ich mag aber auch den Charakter, den er in seiner Rolle als Michael Scofield in der Serie spielt. 

Text und Bild: HCD-Onlineredaktion 
 

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The new ones:

17.06.2021 11:30